Zum Tod von Wolfgang Pfeiffer

Wolfgang Pfeiffer

“ I hope I die before I get old …”

Wolfgang Pfeiffer

02.02.1963 geboren in Mönchengladbach

26.02.2015 gestorben in Karlsruhe

Vor wenigen Tagen erfuhren wir, dass Wolfgang Pfeiffer im Alter von nur 52 Jahren in Karlsruhe verstorben ist. Wolfgang hinterlässt einen 13-jährigen Sohn. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gehören der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Wolfgang Pfeiffer.

Wolfgang Pfeiffer gehörte schon als junger Mann zur grün-alternativen Bewegung in Mönchengladbach. Er war ein ausgesprochen mutiger und konsequenter Mensch, der seine politischen Ideale mit großer Tatkraft vorantrieb. Politisch sozialisiert wurde Wolfgang durch die Christliche Arbeiterjugend im Bistum Aachen (CAJ). Diejenigen, die ihn kannten, erlebten ihn als äußerst engagierten einsatzbereiten Menschen, der die Traditionen der christlichen Arbeiterbewegung lebte.

Er war ein Internationalist, der jeder Form von Ungerechtigkeit und Rassismus entschieden entgegentrat. Er gehörte zu den Menschen, die davon überzeugt waren, dass die Welt zum Guten geändert werden sollte. Ob in der Umweltbewegung, in der 3. Welt Bewegung, in der Solidarität mit Nicaragua, im Antimilitarismus im Antiimperialismus, der Friedensbewegung, der Antiatombewegung, - überall war er aktiv. Anfang der 80 Jahre gehörte zu der kleinen Gruppe derjenigen, die in Mönchengladbach die Autobahn A-44 Osttangente verhinderten.

Anfang der 80er Jahre schloss er sich in Mönchengladbach den Grünen an. 1984 zog er erst 21 jährig als jüngstes Mitglied in die Bezirksvertretung Rheydt – Mitte ein. Zu dieser Zeit gehörte seine Sympathie der beginnenden Punkbewegung. So war er gleichzeitig der erste und letzte Punker im Mönchengladbacher Parlament. Mediale Aufmerksamkeit erregte er mit einem Foto, das ihn vor der konstituierenden Sitzung dieses Gremiums zeigte. Darauf war er in einem Unterhemd abgebildet, auf das er mit Filzschreiber geschrieben hatte: „Dieser Punk schafft Vertrauen!“

Das war seine zeitgemäße, unerschrockene Manifestation gegen ein Etablissement, dessen Kapitalismus er nicht teilte. Den neuen Code begriff er schneller als andere. Das Schockpotential in diesen Gesten setzte er klug ein. Wir konnten viel von seiner Kreativität und aus dem Kreis seiner Freunde lernen. Er konnte uns damit auch zum Lachen bringen.

In Wolfgang steckte ein äußerst engagierter Mensch, ein Postmaterialist voller Nächstenliebe. Er gehörte zu einer Gruppe junger Menschen in unseren Reihen, die politisch ungeheuer aktiv waren.Auch im Arbeitslosenzentrum engagierte er sich in den 80er Jahren in der Gründungszeit sehr. Als Mensch war er konsequent, engagiert und auf Grund seiner Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sehr beliebt.

Mutig vertrat er auch seine Meinung. Trotz eines Sprachfehlers erhob er, wenn es ihm richtig und wichtig erschien, seine Stimme und vertrat mutig seine Überzeugungen durch seinen aufrechten Gang.

An der Hochschule Niederrhein schloss er sein Studium der Sozialen Arbeit erfolgreich ab. Durch seinen beruflichen Wegzug aus Mönchengladbach rissen die Kontakte in den Jahren danach leider ab.

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