Artenschutz in der Stadt Mönchengladbach

Karl Sasserath

Fraktionsantrag

Umwelt- und Feuerwehrausschuss: 20.11.2019
Planungs- und Bauausschuss: 26.11.2019
Hauptausschuss: 04.12.2019
Rat: 11.12.2019                  

Beratungsgegenstand
Artenschutz in der Stadt Mönchengladbach, hier: Schutz von Amphibienpopulationen

Beschlussentwurf:
Der Umwelt- und  Feuerwehrausschuss, der Planungs- und Bauausschuss, der Hauptausschuss empfehlen, der Rat beschließt:

Die Verwaltung wird gebeten, zeitnah zu prüfen, wie bedrohte Amphibienpopulationen im Stadtgebiet durch geeignete Maßnahmen geschützt werden können. Sie legt den genannten Gremien zeitnah ein entsprechendes Maßnahmenpaket vor.

Begründung:
Neben der Klimakrise erfordert das bedrohliche Artensterben eine wachsende Aufmerksamkeit der politischen Gremien auf allen staatlichen Ebenen. Besonders auch die Kommunalpolitik ist hier gefordert. Die lokalen Untergliederungen der Umweltverbände haben in den letzten Jahrzehnten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement kontinuierlich dafür gesorgt, dass Amphibienpopulationen auf ihren regelmäßigen Wanderungen zu ihren angestammten Laichplätzen über Straßen hinweg geschützt werden konnten. So unterstützten Mitglieder des NABU jahrelang im Frühling allein im Bereich der Herzpark-Klinik in Mönchengladbach-Hardt jeweils bis zu 1.000 Amphibien bei der Querung einer Straße und bewahrten sie davor, dass Autos für sie zur tödlichen Falle werden konnten. Dieses ehrenamtliche Engagement ist nun, u.a auch altersbedingt, an seine Grenzen gestoßen. Zudem wurde eine ehrenamtliche Helferin bei der Amphibienrettung durch ein Auto verletzt.

Der Prüfauftrag bezieht sich auf Optionen, den Schutz von Amphibienpopulationen auf Dauer durch geeignete strukturelle Maßnahmen sicherzustellen:

-       Vorstellbar ist der Einbau von Amphibienkriechröhren an einschlägigen Straßenquerungspunkten im Stadtgebiet. Dazu bieten Fachfirmen Fertigbauteile an, die in  die Straßendecke eingefügt werden. Diese Querungshilfen für Amphibien können durch schleusende Amphibienzäune unterstützt werden.

-       Alternativ – oder als zusätzliche Maßnahme – sind während der Wanderung der Tiere (Krötenwanderungen) Straßensperrungen in den Nachtstunden vorstellbar. Z.B. sperrt die Stadt Viersen zum Zweck des Amphibienschutzes jedes Jahr nachts eine Reihe von Straßen für den Autoverkehr.

Die NRW-Stiftung stellt im Übrigen für bauliche Maßnahmen, die Zielen des Naturschutzes dienen, finanzielle Mittel zur Verfügung.

Mönchengladbach, den 30.10.2019

Karl Sasserath, Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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