Mönchengladbach fällt im Wirtschaftsranking des IW (Institut der Deutschen Wirtschaft) weiter zurück

Marcel Klotz

Grüne sehen verfehlte Arbeitsmarktpolitik als Ursache

 

In dem am 4. Juni 2020 veröffentlichten IW-Regionalranking findet sich Mönchengladbach auf Platz 388 von 401. Gegenüber dem Ranking von 2018 verschlechterte sich Mönchengladbach damit nochmal um 12 Plätze (2018: Platz 374 von 401)

 

„Dies ist das Ergebnis verfehlter Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderungspolitik in unserer Stadt.“ sagt Marcel Klotz, Sprecher des Arbeitskreis Wirtschaft der Grünen in Mönchengladbach. „Hier spiegelt sich wider, dass neue Jobs im Billiglohnbereich der Logistik keinen lohnenden Wert bei den Löhnen und damit Kaufkraft bringen. Somit auch keinen Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum.“

Dies korreliert zu der Aussage von Angela Schoofs, Leiterin der Arbeitsagentur Mönchengladbach, die bereits am 5.1.2020 in der Rheinischen Post feststellte: „Bei den meisten Anstellungen in der Logistikbranche handelt es sich allerdings nicht um hochbezahlte Stellen für Fachkräfte, sondern um Helferjobs. Diese Zahl ist in der Stadt im vergangenen Jahr durch Amazon um 40 % auf jetzt 4.644 gestiegen, die der Fachkräfte aber um 12,4 % auf 9.521 gesunken.“

Die Folge: Mönchengladbachs Wachstum verläuft damit unterproportional zum Land oder vergleichbaren Städten. Die Stadt wird damit weniger interessant für Investoren oder Fachkräfte. Ein Kreislauf, der beendet werden muss.

Zusätzlich sehen die Grünen weitere Negativeffekte sowie einen Teufelskreis: Mangels hochwertiger Jobs sinkt in der Folge das Bildungsniveau, es steigt die Arbeitslosigkeit und die Belastung des kommunalen Haushaltes. Ebenfalls verbrauchen die großen Logistikcenter sehr viele Flächen, die nicht mehr in ausreichendem Maße für höherwertiges Gewerbe zur Verfügung stehen.

„Wir müssen uns auf die Schaffung höherwertiger Arbeitskräfte konzentrieren. Nur diese schaffen einen echten Mehrwert“, sagt Marcel Klotz, „und sind nur über Stärkung des Mittelstandes im Bereich der Fertigung und der Mönchengladbacher Kernbranchen sowie über eine Bildungsinitiative im Bereich IT zu erreichen.“

Dazu gehört auch die Bekämpfung der hohen Quote von Schulabgängern ohne Abschluss. Diese ist in Mönchengladbach überdurchschnittlich hoch. Auch hier gilt es, schulische und dann berufliche Qualifikation zu verbessern und steigern.

Weitere Maßnahmen sehen die Grünen im Bereich der Transformation zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und in der Unterstützung von StartUps. Ebenfalls ist die Hochschule als Katalysator zwischen Wissenschaft und Industrie ein wichtiger Faktor in dem Aufbau eines attraktiven Wirtschaftsstandort.

Die Grünen werden zu diesem Thema während des Wahlkampfes und im neuen Rat aktiv weitere Vorschläge einbringen.

Quellen:

https://www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/vanessa-rebecca-huennemeyer-hanno-kempermann-welche-regionen-in-deutschland-prosperieren.html

 

https://www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/hanno-kempermann-volkswagen-bmw-und-audi-praegen-die-standorte.html

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