Verkehrslandeplatz Mönchengladbach: Es geht ein Flug nach nirgendwo

Die Flughafengesellschaft Mönchengladbach (FMG) hat mit ihrem Antrag auf Verlängerung der Start- und Landebahn auf 1.850 Meter eigenmächtig ein neues Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt. „Wir erwarten vom NVV-Vorstand und Oberbürgermeister Bude, dass gegenüber der Öffentlichkeit dargelegt wird, ob alle Argumente wie Lärm- und Sicherheitsbedenken sowie der fehlende Bedarf, die zu Recht zur Ablehnung des Ausbaus führten, bei einer kürzeren Landebahn nicht mehr gelten“, fordert Gaby Brenner, Vorstandssprecherin der Mönchengladbacher Bündnisgrünen. Und weiter: "Es ist nicht zu verantworten, weitere Planungsgelder in dieses nochmals zum Scheitern verurteilte Projekt zu versenken".

 

Bekanntlich trägt der Mehrheitsgesellschafter nämlich die Flughafengesellschaft Düsseldorf (70 Prozent) seit Jahren den jährlichen Verlust von ca. fünf Millionen Euro alleine. Die vertraglichen Bindungen verpflichten die Düsseldorfer dazu nur noch bis 2010. Danach aber werden vermutlich die Bürgerinnen und Bürger in Mönchengladbach über höhere Gebühren der NVV zur Kasse gebeten. Nun plant die NVV AG (Anteil: 30 Prozent) im Alleingang, 16 Millionen Euro in die Verlängerung der Start- und Landebahn zu stecken und somit das wirtschaftliche Risiko zu tragen. Die bereits mit einer Milliarde Euro verschuldete Stadt muss den Bürgerinnen und Bürgern fairerweise erklären, um welches Geld es sich hierbei eigentlich handelt.

 

Wenn die NVV AG erklärt, sie sei bereit, 16 Millionen Euro in die Verlängerung und Verbreiterung der Landebahn zu stecken, darf davon ausgegangen werden, dass diese Kosten ausschließlich aus dem städtischen Gewinnanteil an der NVV AG getragen werden sollen. Wenn die hartnäckigen Ausbau-Befürworter von CDU, FDP, SPD und FWG über ihre Vertretung im Aufsichtsrat den Flughafen-Mitgesellschafter NVV AG instrumentalisieren möchten, jetzt die wirtschaftlichen Risiken eines Flughafenbetriebs einzugehen, anstatt sich auf den Ausgleich des Defizits im städtischen Haushalt zu konzentrieren, handeln sie unseriös. Gerade von CDU und FDP als politischen Verfechtern von Marktlösungen darf erwartet werden, dass sie ihrem Anspruch auch beim Ausbau des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach gerecht werden.

 

"Warum gründen CDU/FDP und die anderen Befürworter des Flughafenausbaus keine Aktiengesellschaft, mit der das im Grunde öffentliche Kapital der NVV AG daran durch privates Kapital ersetzt wird?", fragt Karl Sasserath, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Und weiter: "Die private Nachfrage nach dieser Aktie entscheidet dann über den Ausbau. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg dieser Marktlösung, können die Befürworter des Flughafenausbaus dann die Gewinnträchtigkeit dieser Unternehmung nachweisen".

Öffnungszeiten

Montag        10.00 - 13.00 Uhr

Dienstag      10.00 - 13.00 Uhr

Mittwoch      10.00 - 13.00 Uhr

Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr /

                    15.00 - 17.00 Uhr

Freitag         10.00 - 13.00 Uhr

Adresse/Kontakt:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brandenberger Str. 36

41065 Mönchengladbach

 

Kreisverband:

Tel. 02161-206 404

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de

 

 

Bankverbindung:

Kontonummer 3505065

BLZ 370 605 90

IBAN: DE54370605900003505065

BIC: GENODED1SPK

Sparda Bank West eG

 

Fraktion:

Tel. 02161-206 204

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de