Straßenumbauten wegen neuer „Euroliner“ unnötig

Dr. Boris Wolkowski.

Mönchengladbach. Nach Darstellung des stellvertretenden Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dr. Boris Wolkowski ändert sich auch nach der Teilnahme Nordrhein-Westfalens am Feldversuch des Bundes zum Einsatz der „Gigaliner“ für die Stadt Mönchengladbach nichts Wesentliches. „Die rot-grüne Landesregierung lässt in NRW nur die maximal 17,80 Meter langen Euroliner für die Straßen zu“, sagt Dr. Boris Wolkowski. „Für diese“, so der Grünen-Politiker weiter, „muss keine bestehende Straße in Mönchengladbach umgebaut werden, zumal die neuen Fahrzeuge meines Wissens über lenkbare Achsen verfügen.“ Zudem seien ja die bisher schon zugelassenen Lkw mit 18,75 Meter Länge sowie auch die 18 Meter langen NEW-Gelenkbusse im Stadtgebiet unterwegs.

Nach der neuen Verordnung dürfen übergroße LKW seit letzter Woche auch auf dem kompletten nordrhein-westfälischen Straßennetz fahren. „Man muss bei der ganzen Diskussion bedenken, dass es nicht „den“ Gigaliner gibt“, sagt Dr. Wolkowski. „Vielmehr gibt es hier bei den Lkw fünf verschiedene Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkombinationen: Lkw, Sattelzüge, Anhänger usw.“, so der Grünen-Ratsherr weiter. Im Feldversuch des Bundes werden für alle fünf Lkw-Typen die Maximalmaße testweise angehoben, teilweise bis auf 25,25 Meter. „Einer dieser fünf Typen, die Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger, darf normalerweise nur 16,50 Meter lang sein“, erläutert Dr. Wolkowski.

Im Feldversuch werde für den Lkw-Typ „Euroliner“ in NRW die Maximallänge auf 17,80 Meter hochgesetzt. Dr. Boris Wolkowski: „Damit liegt dieser Lkw-Typ aber immer noch unter den 18,75 Meter, die auch ohne Feldversuch für andere Lkw-Typen zulässig wären.“ Für alle anderen Lkw-Typen bleiben die bisherigen Maße verbindlich. Insofern, so Dr. Wolkowski weiter, werde es in NRW nach dem Willen der rot-grünen Landesregierung keine Lkw über die bisher auch ohne Feldversuch zulässigen 18,75 Meter geben.

Hintergrund: Die Landesregierung lehnt übereinstimmend den Einsatz von „Gigalinern“ in NRW ab und setzt beim Güterverkehr vielmehr auf die Alternativen Schiene und Binnenschifffahrt. Die Riesen-Lkw betrachtet Rot-Grün verkehrspolitisch als kritisch, weil diese den Gütertransport auf den Straßen attraktiver machen würden. Dies hätte negative Auswirkungen in Bezug auf Schadstoffausstoß, Lärm und die Verkehrssituation sowie den Straßen- und Brückenzustand. Studien belegen, dass ein einziger Lastwagen die Fahrbahnen in dem Maße beschädigt wie 60.000 Pkw. Für die Landesregierung wäre bei einem Einsatz von „Gigalinern“, die über 25 Meter lang sind, der Anpassungsbedarf bei der Infrastruktur (Kreuzungen, Kreisel, Ampeln, Rastplätze, Nothaltebuchten, Bahnübergänge etc.) unverantwortlich teuer.

Der bundesweite Feldversuch, an dem sich NRW nur mit einem kleinen Teil beteiligt, ist übrigens befristet bis zum 31.12.2016.

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