Straßenaufbrüche: Vier Mitarbeiter werden künftig kontrollieren

Ulla Brombeis

Eine Ursache für den schlechten Zustand etlicher Straßen im Stadtgebiet sind Verfüllungen von Straßenaufbrüchen, die über Jahre hinweg unkontrolliert erfolgten. In Mönchengladbach wurden bisher nur etwa zehn Prozent aller nach Aufbrüchen wiederhergestellten Straßen kontrolliert. Das wird sich nach einer Initiative der Gladbacher Bündnisgrünen nun ändern. Vier neue Mitarbeiter im Tiefbaubereich wurden eingestellt, die die Aufbrüche kontrollieren.

 

Mönchengladbach. Über 923 Kilometer lang ist das Straßennetz in Mönchengladbach. Es ist ein immenser Aufwand, dieses Netz zu pflegen. Nach Angaben der Verwaltung beträgt der Sanierungsstau allein für Fahrbahnen runde 30 Mio. Euro. Das bekommen Mönchengladbachs Verkehrsteilnehmer oft genug zu spüren. Die Schäden haben vielfältige Ursachen: Harte Winter und Fröste oder hohe Belastungen durch den Schwerlastverkehr. Große Schäden entstehen aber auch, weil viele Straßenaufbrüche nicht fachgerecht verfüllt wurden. Die ordnungsgemäße Verfüllung dieser Straßenaufbrüche zu kontrollieren, obliegt der Stadt.

 

Zu regelmäßigen Aufbrüchen von Straßen kommt es, weil Leitungen von Vertretern aus den Bereichen Kommunikation, Strom, Gas, Frischwasser, Abwasser, Fernwärme, Regenwasser, Lichtsignalanlagen neu verlegt oder repariert werden müssen. In Mönchengladbach ist das jährlich etwa 3.000 mal der Fall. Problematisch dabei: Die Straßenbauer als Fachpersonal stellen in aller Regel die Straße nicht wieder her. Wie eine Untersuchung in Köln ergab, war in der Vergangenheit in der Domstadt keine einzige Straße fachgerecht wiederhergestellt worden. Folgen für die Kommune: Wieder aufgebrochene Straßen haben einen höheren Unterhaltungsaufwand und halten nicht solange.

 

„Bei uns in Mönchengladbach wurden bisher nur etwa 10 Prozent aller wiederhergestellten Straßen nach Aufbrüche kontrolliert; das wird nun deutlich besser werden“, sagt Ulla Brombeis, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Mönchengladbacher Grünen. Hintergrund: Auf Anregung der Grünen wurden die Kontrollstellen für Straßenaufbrüche im Stellenplan 2012 ausgeweitet. „Bisher verfügte die Stadt über zehn Straßenkontrolleure, von denen zwei dauererkrankt sind. Mit den vier neuen Kontrolleuren erhofft sich die Stadt dann eine jährliche Kontrollquote von 90 Prozent“, so Ulla Brombeis. Drei der vier neuen Stellen sind bereits besetzt, der vierte Neu-Kontrolleur soll Anfang Januar 2014 seinen dienst antreten. Die Verwaltung, so die Grünen-Politikerin, werde damit in den Stand versetzt, eine Steigerung der Kontrollquote um 80 Prozent zu erreichen. Ein Teil der hierauf entfallenden Kosten soll durch die Anpassung der Verwaltungsgebührensatzung wieder eingenommen werden.

 

„Es ist so, dass die Einnahmen aus der Erhebung von Entgelten für Aufbruchgenehmigungen nicht für die Beseitigung von Schäden an Straßen verwendet, sondern dem allgemeinen Haushalt zugeführt werden“, stellt Ulla Brombeis fest. Nach Angaben der Verwaltung werden jährlich rund 2.500 Aufbruchgenehmigungen erteilt, die dabei fälligen Gebühren belaufen sich auf etwa 300.000 Euro.

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