Einsatz von Elektrobussen ist am wirtschaftlichsten

Jürgen Mülders

Mönchengladbach. Nach der jüngsten Presseberichterstattung zu den Bussen der NEW mobil und aktiv auf der Hindenburgstraße hat Jürgen Mülders, stellvertretendes Mitglied der Grünen im Planungs- und Bauausschuss, sich auf die Suche gemacht und einige Daten zum Thema „Elektrobus“ gesammelt, die durchaus beeindruckend sind. So hat im vergangenen Jahr etwa in Australien ein Elektrobus mit einer einzigen Batterieladung 1.018 Kilometer zurückgelegt – Weltrekord! In China sind bereits über 5.000 Elektrobusse im Einsatz, und auch in Englands Hauptstadt London sind längst batteriebetriebene Doppeldeckerbusse unterwegs. Im benachbarten Venlo wird die Busflotte noch in diesem Jahr komplett auf Elektrobetreib umgestellt, ohne Änderung der Fahrpreise.

„Entscheidend sind aber natürlich immer die Kosten für ein Unternehmen, wie etwa die NEW mobil & aktiv“, sagt Jürgen Mülders. Er hat deshalb einmal nachgerechnet und verglichen: „Wenn man die Anschaffungskosten eines Dieselbusses mit 250.000 Euro als Vergleichsmaßstab ansetzt, kostet ein Hybridbus 600.000 Euro (EURO 6), ein Elektrobus 500.000 Euro einschließlich Ladestation, ein Brennstoffzellenbus (BZ) 1,3 Millionen Euro inklusive Tankstelle“, so Mülders. Mit Verweis auf die Fördermittel ändert sich die Situation aber entscheidend: „Zieht man die Fördermittel ab, kostet der Dieselbus weiterhin 250.000 Euro, der Hybridbus 500.000 Euro, der Elektrobus 250.000 Euro, der Brennstoffzellenbus 1,05 Millionen“, hat der Grünenpolitiker herausgefunden.  

Wer nun noch auf die Betriebskosten schaut, stellt fest: Eine Fahrleistung von 70.000 Kilometern im Jahr (entspricht 230 Kilometer pro Tag an 300 Tagen im Jahr) bewältigen alle modernen Elektrobusse mit täglich einer Batterieladung. Im Vergleich aller Busvarianten liegt die Betriebskostensumme beim Dieselbus bei 63.450 Euro, beim Hybridbus bei 93.300 Euro, beim Elektrobus bei 41.050 Euro und beim Brennstoffzellenbus bei 226.150 Euro. „Vergleicht man jetzt die Kosten pro Kilometer, dann gewinnt eindeutig der Elektrobus mit 59 Cent pro Kilometer, gefolgt vom Dieselbus mit 91 Cent pro Kilometer“, stellt Jürgen Mülders fest. Teurer sind da schon der Hybridbus mit 1,33 Euro pro Kilometer und der Brennstoffzellenbus mit 3,23 Euro pro Kilometer. Die Daten, auf die er sich bezieht, sind vom Innovationsberater  TeamRed Deutschland GmbH bereitgestellt worden.

Wie Jürgen Mülders weiter ausführt, sind heutzutage die Ladestationen, die ja komplett gefördert werden, sind leistungsfähig und standardisiert. Seine Folgerung: „Wenn also eine oder zwei Ladestationen am Bahnhof aufgebaut würden, könnten die Busse (verschiedener Hersteller) in etwa 1-2 Minuten ausreichend nachtanken.“ Selbst die Batterien, so Mülders weiter, hätten mittlerweile eine Garantie von fünf Jahren, demnächst sogar über 10 Jahren. Sie könnten nach dem Einsatz in den Bussen z.B. für Stromspeicher weiter genutzt werden. Auch das Ziel „Cradle to Cradle“, sprich die Wiederverwendung aller Materialien, nehme immer mehr Raum ein: Die Batterien könnten leichter repariert und müssten nicht immer ausgetauscht werden.

Wie das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme schreibt, bringen 11.000 Elektrobusse dieselbe CO²-Ersparnis wie jene eine Million Elektroautos, die nach den Plänen der Bundesregierung 2020 auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Auf den entscheidenden Unterschied macht Jürgen Mülders aufmerksam: „Die Kosten für die Anschaffung der einen Million Elektroautos liegen bei 26 Milliarden Euro, für die 11.000 Elektrobusse fallen dagegen nur Kosten von sechs Milliarden Euro an - macht einen Unterschied von 20 Milliarden Euro."

Für Mülders liegt der Schluss nahe, dass der ÖPNV einer der größten CO²-Verursacher im Straßenverkehr der Innenstädte ist. „Es wird höchste Zeit, umzudenken und die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen in den Vordergrund zu stellen - und damit auch unsere Umwelt, solange die Fördertöpfe da sind“, meint er. Weiterhin könnten die „Gewinne“ in die schnellere Umstellung auf Elektrobusse verwendet werden. Jürgen Mülders: „Da ein Elektrobus jetzt nur die Hälfte eines Hybridbusses kostet, könnte die Umstellung schneller gehen, vielleicht könnte man auch Altbusse vorzeitig ausmustern, weil es wirtschaftlicher ist und weil es unserer Gesundheit dient.“ Als Nebeneffekt könne dann später auch der Stadtkämmerer erheblich davon profitieren.

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