Brenner für realistischen Blick auf Elektro-Tretroller

Dr. Gerd Brenner.

In Mönchengladbach soll demnächst ein Sharing-System für elektro-Tretroller („E-Scooter“) aufgebaut werden. Darüber hat in der letzten Woche der Umwelt- und Feuerwehrausschuss des Stadtrates beraten. Dr. Gerd Brenner, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, erklärte zu dem Vorhaben:  

„Die Verkehrsmittel in Mönchengladbach werden mit den E-Scootern bunter und vielfältiger. Das ist positiv. Die Umwelt- und Verkehrsprobleme der Stadt lösen die E-Scooter aber keineswegs, im  Gegenteil. In dreierlei Hinsicht sollte man realistisch sein.

Erstens: Vermutlich werden die Scooter nicht allzu viel zur nötigen Veränderung des modal split in der Stadt (Verteilung des Verkehrs auf verschiedene Verkehrsmittel) beitragen können. Eine aktuelle Studie aus Paris hat ergeben, dass von den E-Scooter-Nutzern zuvor etwa 50% zu Fuß gegangen sind und ein weiterer großer Anteil vom ÖPNV und vom Fahrrad auf das neue Verkehrsmittel umgestiegen ist. Nur ganz wenige – weit unter zehn Prozent – sind vorher mit dem Auto unterwegs gewesen. Wer glaubt, die E-Scooter könnten dabei helfen, die Innenstädte entscheidend von Autos zu entlasten, irrt also.

Zweitens: Die neuen E-Scooter erhöhen den Druck auf die Stadt, den Straßenraum neu aufzuteilen.  Fahrrad und E-Scooter sollen auf den gleichen Spuren fahren. Dazu brauchen sie mehr und stärker abgesicherte Flächen im Straßenraum. Das kann nur zu Lasten des Pkw-Verkehrs gehen. Für die Viersener und die Steinmetzstraße laufen die Planungen gerade allerdings in die entgegengesetzte Richtung. E-Scooter-Träume und die Pläne zur zukünftigen Aufteilung des Straßenraums passen bei der Stadt im Moment nicht zusammen. Und Radwege mit Holperbelägen, von denen es in der Stadt leider viele gibt, sind für E-Scooter ganz ungeeignet. Jedes Schlagloch droht einem den Lenker aus der Hand zu schlagen.

Drittens: Fahrten mit einem geliehenen Scooter werden nicht gerade billig sein. Das Preisniveau wird zwischen den Bus- und Taxikosten liegen. Damit werden die E-Scooter bei Weitem nicht von allen Bevölkerungsschichten genutzt werden können. Im Ergebnis bleibt es also dabei: ÖPNV und Fahrradinfrastruktur müssen in Mönchengladbach deutlich ausgebaut und verbessert werden, um die Verkehrsprobleme der Stadt zu lösen.“

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