Auftakt „Rheydter Gespräche“ mit guter Veranstaltung zum Zustand der Bahnhöfe

Karl Sasserath

Der Besuch des grünen Landtagsabgeordneten Mario Krüger Anfang September in Rheydt war der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe der Süd-Grünen. Das Thema „Zustand der Bahnhöfe Rheydt und Odenkirchen“ war durch die Besichtigung der beiden Orte gut vorbereitet. Die örtlichen Grünen-Politiker Karl Sasserath und Georg Weber hatten ihrem Gast Mario Krüger die „Orte des Schreckens“ gezeigt.

 

Mönchengladbach-Rheydt. Die Veranstalter Karl Sasserath, Anja Schurtzmann und Ulla Brombeis, die grünen Mitglieder in der Bezirksvertretung Süd, waren sich schnell mit den interessierten Gästen einig: Der Zustand der beiden Bahnhöfe Rheydt und Odenkirchen ist desaströs. Wenn ein Bahnhof eine Art Visitenkarte einer Stadt ist, dann hätte die Mönchengladbacher Marketinggesellschaft hier sehr schlechte Arbeit geleistet. Zuständig im Sinne des Eigentümerrechtes ist aber die Deutsche Bahn (DB). Diese schließt mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) unter anderem Verträge über die Stationshalte. So bekommt die DB pro Halt am Bahnhof Odenkirchen 3,38 Euro, während ein Halt am Hauptbahnhof Rheydt 2,31 Euro kostet. Wer den Zustand der Haltestationen kennt, kann hier nur mit dem Kopf schütteln.

 

1,98 Millionen Euro für den Rheydter Hauptbahnhof

Und für den heruntergekommenen Bahnhof in Odenkirchen wird sich das auch in absehbarer Zeit nicht ändern, so der VRR-Vertreter Mario Krüger. Mehr Hoffnung konnte er zunächst noch für den Hauptbahnhof Rheydt machen, da dieser in das Modernisierungsprogramm II aufgenommen sei, was eine Investition von 1,98 Mio. Euro bedeute. Wenige Tage später nach dem Besuch erreicht die Mönchengladbacher Grünen allerdings ein Schreiben Krügers, aus dem hervorgeht, dass die geplanten Maßnahmen wie der Neubau von zwei Aufzügen mit Videoüberwachung und ein Wege- sowie ein Blindenleitsystem erst im Jahr 2019 fertig gestellt werden sollen. Waren die Gäste der „Rheydter Gespräche“ noch von 2017 ausgegangen, was ihnen schon zu lang war, ist die Herstellung der Barrierefreiheit am Bahnhof Rheydt nun in weite Ferne gerückt. Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Mönchengladbach kann bisher im Gegensatz zu CDU und SPD keine Vertreter in die Verbandsversammlung des VRR entsenden. Aus der Stadtverwaltung Mönchengladbach ist dort Stadtdirektor Bernd Kuckels vertreten.

 

Verwaltung soll Planung vorstellen

Die Grünen in der Bezirksvertretung Süd möchten deshalb wissen, wie die Planung am Bahnhof Rheydt genau aussieht. Fraktionssprecherin Anja Schurtzmann: „Wir werden in der nächsten Sitzung einen Antrag stellen, in dem die Verwaltung gebeten wird, die Planung der Bahn und des VRR vorzustellen.“

Auch beim Bahnhof Odenkirchen sollte die Stadt nach Ansicht der Grünen initiativ werden. Karl Sasserath hat dazu folgenden Vorschlag: „Um den Bahnhof Odenkirchen barrierefrei und somit zukunftsfähig zu machen, ist eine grundlegende Überplanung nötig. Dabei müssten auch die Möglichkeiten und Vorteile einer Verlegung des jetzigen Bahnhofs Odenkirchen auf die gegenüberliegende Freifläche des ehemaligen Güterbahnhofs Odenkirchen überprüft werden.“ Das Gelände gehört der Stadt und steht in der Verwaltung der Stadttochter EWMG. Im Rahmen der von den Grünen im Aufsichtsrat initiierten Überplanung werden auch zu diesem Vorschlag bald belastbare Aussagen erwartet. Auch hier bedarf die notwendige Veränderung der Unterstützung durch VRR und DB.

Wenn beim Bahnhof Odenkirchen auf Grund seines derzeitigen Zustands Gefahr für die Nutzerinnen und Nutzer ausgeht, sieht Anja Schurtzmann die städtische Bauordnung gefordert: „Vielleicht würde das Sperren des Geländes durch die örtliche Bauordnung den Betreiber DB zum kurzfristigen Umdenken und Handeln bewegen“, meint die Grünen-Politikerin. 

Insgesamt treten die Grünen in der Bezirksvertretung Süd auch für eine Verbesserung der Zugverbindungen im Personenverkehr zwischen Mönchengladbach und Köln ein. „ Im Vergleich zu den Verbindungen nach Düsseldorf fallen die Verbindungen nach Köln deutlich schwächer aus“, stellt Ulla Brombeis fest. Das, so die Grünen-Ratsfrau, müsse besser werden.

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