Antwort der Verwaltung zur Anfrage Querungshilfe für die Tomper Straße

Mit Schreiben vom 29.09.2005 teilte die Verwaltung die folgende Antwort auf unseren Antrag in der Bezirksvertretung Hardt vom 1.9.2005 mit.

Die Tomper Straße wurde in dem heutigen Zustand 1987/88 mit einer Fahrbahnbreite von 6 m sowie angrenzenden Parkstreifen und Radwegen zurückgebaut. Es handelte sich um eine Maßnahme, die mit finanzieller Unterstützung des Landes im Rahmen des Programms „Rückbau von Hauptverkehrsstraßen" durchgeführt wurde, nachdem die A 52 bis zur Anschlussstelle Schwalmtal/Hehler fertiggestellt war. Die Herstellung einer Verkehrsinsel als Querungshilfe, wo auch immer, erfordert einen Umbau der gesamten Straße in diesem Bereich, weil eine solche nur unter Wegnahme von Parkflächen realisiert werden kann. Eine solche Umbaumaßnahme würde nur dann Sinn machen, wenn im Verlauf der Tomper Straße an einer Stelle eine Konzentration von querenden Fußgängern festzustellen ist. Dem ist aber nicht so, wie anlässlich einer am 21. April 2005 durchgeführten Fußgängerzählung festgestellt werden konnte.

Die Zählung war zunächst von 07.00 bis 09.00 Uhr, 11.00 bis 13.00 Uhr und 16.00 bis 18.00 Uhr , geplant. Gezählt wurden die Fußgänger, die auf dem Abschnitt zwischen der Nikolausstraße und dem Fischelner Weg von 07.00 bis 09.00 Uhr die Tomper Straße überquerten. Das waren 16. Im Verkehrsablauf entstanden immer wieder Lücken von bis zu 1/2 Minute, währenddessen keine Fahrzeuge kamen. Dadurch konnten die Fußgänger ungehindert die Straße überqueren. Erst gegen 07.30 Uhr nahm der Verkehr etwas zu. Gegen 08.15 Uhr ging das Verkehrsaufkommen dann allerdings wieder zurück.

Es konnte auf der gesamten Länge keine Stelle ausgemacht werden, an der Fußgänger verstärkt auftraten, auch nicht Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Haltestelle bzw. Schule. Kindergartenkinder überquerten in Begleitung eines Erwachsenen die Straße. Aufgrund der immer wieder entstandenen Lücken im Verkehr, war ein Überqueren der Tomper Straße völlig problem- und gefahrlos möglich. Angesichts der morgendlichen Ergebnisse wurden keine weiteren Zählungen mehr durchgeführt.

Zu den im Antrag erwähnten Unfällen mit Fußgängern ist folgendes festzuhalten.

In beiden Fällen traten bzw. liefen (Kind) die Fußgänger unvermittelt hinter einem parkenden Fahrzeug auf die Fahrbahn und wurden von einem Kraftfahrzeug erfasst. Nach den Unfallberichten der Polizei hatten beide Kraftfahrzeugführer keine Chance, den Zusammenstoß zu vermeiden. Die Unfälle wären auch beim Vorhandensein einer Insel nicht zu verhindern gewesen.

Nach den gewonnenen Erkenntnissen lässt sich für die Anlage einer Verkehrsinsel auf der Tomper Straße derzeit kein Handlungsbedarf ableiten.

zu unserem Antrag