Alle Verkehrsteilnehmer sollten gleichberechtigt unterwegs sein

MdB Bettina Herlitzius zu Gast beim „Grünen Runden Tisch“

Mönchengladbach. Die Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius, die im Rahmen des „Grünen Runden Tisches“ am Wochenende auf Einladung der Grünen im „Geneickener Bahnhof“ zu Gast war, ließ von vornherein keine Zweifel aufkommen: Die Verkehrsexpertin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen ist sehr überzeugt vom Vorteil der Regelgeschwindigkeit 30 km/h in Städten. Tatsächlich ist die Idee eine uralte grüne Forderung, deren Bedeutung in Zeiten von Lärmaktionsplänen und Luftreinhalteplänen aktueller denn je ist.

„Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit würde die Mobilität derjenigen stärken, die umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind“ betonte Herlitzius. Der Fahrzeitverlust für Autofahrer durch die Absenkung der Geschwindigkeit auf Stadtstraßen liege im Sekundenbereich. Unterstützt durch eine intelligente Ampelschaltung würde zudem ein gleichmäßigerer Verkehrsfluss entstehen und der Durchsatz erhöht werden.

„Lärmschutz dient heute weniger dazu den Bürger zu schützen als den Lärm selbst“ - mit diesem Statement fasste die Aachener Grünen-Bundestagsabgeordnete das wichtigste Problem zusammen und warb dafür, Verkehrslärm an der Quelle zu bekämpfen. Dazu braucht es nach ihrer Darstellung eine Umkehrung der Verkehrsregelung: Statt Regeltempo 50 (mit Tempo 30 als Ausnahme) sollte vielmehr Regeltempo 30 gelten (mit 50 als Ausnahme für zentrale Hauptstraßen).

In einem halbstündigen Vortrag berichtete Herlitzius von den Vorteilen einer solchen Regelung und davon, Straßen in Zukunft wieder für alle Verkehrsteilnehmer zu planen. Fußgänger und Radfahrer dürften nicht länger zugunsten des Autoverkehrs an den Rand gedrängt werden. Die Bundestagsabgeordnete machte sich stark für die Planungsphilosophie des gemeinsam genutzten Raums („Shared Space“), wonach alle Verkehrsteilnehmer - auch unter sozialen Gesichtspunkten - gleichberechtigt behandelt werden.

Die etwa 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger, die zum „Runden Tisch“ gekommen waren, führten anschließend eine rege Debatte. Großen Zuspruch erfuhr dabei die Idee, in Mönchengladbach mit einem entsprechenden Pilotprojekt mit Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit vorzustoßen. Ein solches Projekt in unserer „autofreundlichen Stadt“ umzusetzen, hätte – zumindest aus Sicht der Runde – eine bundesweit Signalwirkung.

Karl Sasserath, Grüner Bezirksvorsteher des Bezirks Süd, fand bei allem Optimismus auch mahnende Worte: „Wenn Berlin und Brüssel den Kommunen wie etwa beim Luftreinhalteplan Auflagen machen, müssen sie Städte und Gemeinden auch mit dem Geld ausstatten, diese umzusetzen. Hoch verschuldete Städte wie Mönchengladbach dürfen hierbei nicht auf sich gestellt bleiben.“

Der „Grüne Runde Tisch“ findet jeden ersten Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr im Geneickener Bahnhof auf der Otto-Saffran-Straße statt. Der nächste Runde Tisch findet statt am Sonntag, 7. Oktober 2012.

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