MG soll summen: Aktionen gegen das Insektensterben

Gerd Schaeben
Lena Zingsheim

Mönchengladbach. Die Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Nachtfalter – sie alle bestäuben Blüten und sorgen dafür, dass wir Menschen z.B. Obst und Gemüse und Kaffee haben. Rund 70 Prozent der 124 wichtigsten Nutzpflanzen werden nur von Bienen bestäubt. Das könnte bald vorbei sein, denn wissenschaftliche Studien beweisen, dass in den letzten 30 Jahren ein dramatisches Insektensterben eingesetzt hat und rund 80 Prozent der Fluginsekten in Deutschland verschwunden sind.

 

Die Hauptursache für diese biologische Katastrophe ist die industrielle Landwirtschaft mit Pflanzenschutzgiften (Neonicotinoide), Herbiziden (Glyphosat), mit Überdüngung und Monokulturen und dem Verlust von Hecken- und Feldrandstreifen. Weitere Ursachen sind aber auch die monotonen Rasenanlagen und Kiesbetten in Privatgärten, überhaupt der Verbrauch, die Bebauung und Versiegelung von Freiflächen, der beschleunigte Verkehr, die Lichtverschmutzung  und die massenhafte Tötung von Insekten an Lichtquellen.

 

Gerd Schaeben, Vorstandsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen: „Den Kampf gegen das Insektensterben wollen wir durch Bürgerbeteiligung einerseits und Entscheidungen der Politik andererseits gewinnen. Wir werden in den nächsten Wochen mit Aktionsständen und Radtouren dafür werben, dass sich möglichst viele Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger an der Kampagne ´Deutschland summt`beteiligen und durch das Aussäen von Wildblumensamen in den Frühlingsmonaten auf ungenutzten Flächen für genügend Futter in Form von Pollen für die Fluginsekten sorgen.“

 

Dafür wollen die Grünen rund 1500 Samentütchen und 500 Seedbombs - lehmhaltige und mit Wildblumensamen gefüllte Pflanzkügelchen – verteilen.  Im Spätsommer soll es in einer ähnlichen Kampagne dann um das Anlegen und Bereitstellen von Nistplätzen für die Überwinterung der Insekten gehen.

 

Lena Zingsheim, Vorstandsmitglied der MG-Grünen und Schatzmeisterin der Grünen Jugend NRW: „Der Kampf gegen das Insektensterben muss auch auf der politischen Ebene über die Gremien geführt werden. Hier geht es unter dem Stichwort „Bepflanzte Stadt“ um insektengerechte Begrünung von Verkehrsinseln und Dachflächen und um Patenschaften für städtische Brachen und Grundstücke. Es geht aber auch darum, die mags zu überzeugen, mehr Blumenwiesen anzulegen auf Friedhöfen und Straßenstreifen statt monotoner Rasenflächen, die ständig gemäht werden müssen.“

 

Die nächsten Aktionen der Grünen in Mönchengladbach:

 

-      Sa., 28.04.18 von 10.00 – 13.00 Uhr:

Infostände „Insektensterben“ Marktplatz in Rheydt und dem Sonnenhausplatz in Mönchengladbach

-      Di, 01.05.18 von 12.00 – 16.00 Uhr:

Aktionsstand „Insektensterben“ am 1. Mai in Rheydt

-      Sa, 05.05.18 von 11-14 Uhr auf dem Sonnenhausplatz:

Aktionsstand „Insektensterben“ der Grünen Jugend NRW

Öffnungszeiten

Montag        10.00 - 13.00 Uhr

Dienstag      10.00 - 13.00 Uhr

Mittwoch      10.00 - 13.00 Uhr

Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr /

                    15.00 - 17.00 Uhr

Freitag         10.00 - 13.00 Uhr

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41065 Mönchengladbach

 

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