Überschwemmungen Talstraße: Landwirte unterstützen Maßnahmen

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Die Folgen des Hochwassers in großen Teilen Deutschlands bestimmen teils jetzt noch die Schlagzeilen der Medien. In Teilen Odenkirchens wissen die Menschen aus eigener leidvoller Erfahrung, was das Wasser anrichten kann. Ende Mai 2008 etwa stand infolge eines Unwetters die Talstraße unter Wasser, in Häuser, die unterhalb des Eierbergs gelegen sind, lief der Schlamm – der Starkregen hatte die Erde der Äcker gelöst. Im Juli 2009 stand der Bereich wieder unter Wasser.
Am Freitag, 21. Juni gab es vor Ort an der Talstraße nun einen weiteren Ortstermin, den Bezirksvorsteher Karl Sasserath (Bündnis 90/Die Grünen) bei NRWs Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) angeregt hatte. Im Kern der Ortsbegehung, an der Vertreter der Bezirksregierung Düsseldorf, der Stadt, des Umweltministeriums NRW sowie die Landwirtschaftskammer teilnahmen, stand die Frage, wie verhindert werden kann, dass bei starken Regenfällen das Wasser ungehindert von den Feldern in die Talstraße und angrenzende Wohngebiete laufen kann.
Der Verwaltungsvorschlag, im Bereich der Felder entlang der Talstraße auf gut 26.000 Quadratmetern für 420.000 Euro ein Mulden-Hecken-System anzulegen, um das abfließende Regenwasser zunächst aufzufangen und später verzögert wieder abzugeben, konnte auch deswegen nicht verwirklicht werden, weil Grundeigentümer ihre Flächen dafür nicht verkaufen wollten.
Seit den letzten Starkregenereignissen ist, auf Initiative der Landwirtschaftskammer einiges geschehen. „So konnten die Landwirte überzeugt werden, an Stelle von Feldfrüchten, die die Bodenerosion stark begünstigen wie etwa Kartoffeln und Salat, jetzt zum Beispiel mehr Getreide anzubauen“, sagt Karl Sasserath. Wichtig ist auch der Hinweis der Stadt, in diesem Bereich keine weiteren Neubaugebiete auszuweisen, damit die Fläche nicht weiter versiegelt wird und dort das Wasser ungehindert zur Talstraße fließen kann. Auch der Verzicht auf den Bau der Landstraße 19n, die bis vor kurzem noch in diesem Gebiet geplant war, wurde in dieser Hinsicht als hilfreich begrüßt.
Die Landwirtschaftskammer wird mit einem Landwirt, der sein Feld entlang der Talstraße im Bereich des Wohngebietes am Eierberg bewirtschaftet, dahingehend verhandeln, dass zwischen Feld und Straße zukünftig ein angemessener Ackerstreifen unbebaut bleibt. Des Weiteren werden die Untere Bodenschutzbehörde bei der Stadt Mönchengladbach sowie die Bezirksregierung Düsseldorf weiterhin sorgsam Niederschläge und Bodenerosion beobachten und gegebenenfalls erforderliche Maßnahme ergreifen.
„Mir ist natürlich klar, dass die Landwirte sich beim Anbau ihrer Produkte am Markt orientieren und ökonomisch denken müssen. Von daher begrüße ich umso mehr die Zusage der Landwirtschaftskammer, weitere Möglichkeiten mit den Landwirten im Bereich der Talstraße zu erörtern, um an diesem Punkt noch ein Stück weiterzukommen“, so der Bezirksvorsteher Süd.
Die Bezirksvertretung Süd und der Planungs- und Bauausschuss werden zum Ortstermin in einer ihrer nächsten Sitzungen umfassend informiert.

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