Stadtkassenportal soll vor Betonwand des Aufzugsturms

Anja Schurtzmann

Die ins Stocken gekommene Diskussion um den Wiederaufbau des Stadtkassenportals in Rheydt beleben die Rheydter Grünen mit einem neuen Vorschlag: „Wir schlagen vor, das Stadtkassenportal vor die fensterlose Wasch­betonwand des Aufzugsturmes zu stellen; also nur wenige Meter entfernt von seinem bisherigen Standort“,  sagt Anja Schurtzmann, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Süd. Auf diese Weise, so Anja Schurtzmann, könnte der Wiederaufbau des Kassenportals nur wenige Meter entfernt vom ursprüng­lichen Standort in der historisch korrekten Lage erfolgen. Die Rheydter Grünen haben einen entsprechenden Antrag in die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Süd eingebracht.

 

Mit dieser neuen Variante erteilen die Grünen der Idee der Verwaltung, mit dem Stadtkassenportal den neuen Eingang in den Aufzugturm zur Stadtverwaltung zu rahmen,  ein klare Absage. Für die Grünen bildet der zukünftige Standort des Stadtkassenportals und der neue Eingangsbereich mit der neuen Tür in den Aufzugturm keinen Zusammenhang, der sich historisch, funktional und ästhetisch erschließt. Der von der Verwaltung vorgeschlagene Standort verengt nach Meinung der Grünen die Sichtachse zwischen Marktplatz und Marktstraße. Der von Bündnis 90/Die Grünen ins Auge gefasste Standort stellt hingegen das Tor frei und beeinträchtige die Sichtachse nicht. Grüner Ansatz ist es, eine Lösung zu finden, die sich die Stadt leisten kann.

Wir haben eine Wahlfreiheit erwartet

Anja Schurtzmann: „Seinerzeit hatten wir als Alternative zu den Vorschlägen auf dem Sparkassen-Vorplatz die Verwaltung gebeten, in der Nähe des historischen Standortes Vorschläge zu entwickeln und konkret die beiden jetzt gegenüberstehenden Standorte benannt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Planer daraufhin beide Standorte grob konzipiert und berechnet hätten, statt sich auf diesen einen Standort zu fixieren und den anderen bereits im Vorfeld auszuschließen. Deshalb stehen wir jetzt vor dem Problem, dass dieser eine Standort zu sehr hohen Kosten führen würde.“

 

Wie Karl Sasserath, Fraktionsvorsitzender der Mönchengladbacher Grünen, feststellt,  verteuert der von der Verwaltung vorgeschlagene neue Standort fürs Stadtkassenportal in der Verbindung mit dem neuen Eingang in die Verwaltung über den Aufzugsturm die Aufstellung des Stadtkassenportals beträchtlich. „Wir gehen davon aus, dass sich der vorgeschlagene Standort für das Stadtkassenportal preisgünstiger als der Verwaltungs­vorschlag verwirklichen lässt“, meint Sasserath. Möglichkeiten, Kosten einzusparen sehen die Grünen für ihren eigenen Standortvorschlag bei den Gründungsarbeiten und bei den Erdarbeiten.

 

Karl Sasserath hält es für nicht statthaft, die Kosten von 35.700 Euro für den neuen Eingang in den Eingangsturm an der Marktstraße der Wiederaufstellung des Stadtkassenportals zuzurechnen. „Diese Kosten werden doch, ganz unabhängig von der Frage, wo das Portal aufgestellt wird, sowieso anfallen. Sie werden mit Sicherheit anfallen, weil der alte Eingang bekanntlich nicht mehr existiert und auf jeden Fall eine neuer Eingang zur Verwaltung an der Marktstraße gebaut werden muss“, so der Grünen-Politiker, der zugleich Vorsteher des Stadtbezirks Süd ist. Nach Sasseraths Rechnung dürfen diese Gelder beim Wiederaufbau für das Kassenportal nicht berücksichtigt werden.

 

Eine Idee, die sich die Stadt leisten kann

„Grob überschlägig gehen wir davon aus, dass für die Aufstellung des Kassenportals an dem von Bündnis 90/Die Grünen vorgeschlagenen Standort ein Kostenvolumen in Höhe von etwa 180.000 Euro erforderlich sein wird“, so Sasserath weiter. Da die Stadtspar­kasse Mönchengladbach ihre Bereitschaft erklärt habe, die Wiederaufstellung des Kassenportals über einen gemeinnützigen Verein mit 120.000 Euro zu fördern, beläuft sich der Kostenanteil nach grüner Rechnung momentan auf gut 60.000 Euro.

 

Die Grünen wollen vor diesem Hintergrund Initiativen unterstützen, diese ungedeckten Kosten zu realisieren. Der von den Grünen vorgeschlagene Standort verfügt nach Ansicht von Anja Schurtzmann über den Vorteil, dass der Wiederaufbau des Kassenportals erst dann erfolgen kann, wenn die Planung abgeschlossen,  die Kosten bekannt und die Geldmittel für die ungedeckten Kosten beschafft sind. Schurtzmann: „Der Antrag der CDU zu Denkmalschutz und Fördergeldern würde die Umsetzung des Verwaltungs­vorschlages auf Monate nach hinten schieben. Das können wir uns an dieser Stelle nicht leisten und scheint von den CDU-Kollegen nicht bedacht zu sein.“


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