Neues Einkaufszentrum: Grüne mahnen weitere Verbesserungen der Konzeption an

Karl Sasserath.

In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses stimmten die Bündnisgrünen für den Bebauungsplan des neuen Handels- und Dienstleistungszentrums. Den neuen Entwurf des Investors Mfi hält Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath für eine klare Verbesserung zu den früheren ECE-Plänen. Weitere Änderungen an der bisherigen Mfi-Konzeption sind aus seiner Sicht jedoch notwendig.

 

Mönchengladbach. Recht einmütig war das Votum der Mitglieder in der letzten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses: Das Gremium sprach sich mit großer Mehrheit klar dafür aus, einen Bebauungsplan für den Bereich um das ehemalige Theater an der Hindenburgstraße aufzustellen. In einem weiteren Beschluss waren auch die Grünen dafür, nötige städtische Grundstücke an den Essener Investor Mfi zu verkaufen. Damit wurden die Weichen gestellt für den Bau eines Handels- und Dienstleistungszentrums, das sich stark unterscheiden wird von dem Entwurf, den die ehemalige CDU-Regierung Mönchengladbachs lange Zeit favorisiert hatte. „Die Grünen waren seinerzeit die einzige Opposition zum ECE-Projekt, und wir haben es erfolgreich verhindert“, blickt Karl Sasserath, Fraktionsvorsitzender der Mönchengladbacher Grünen, zurück. Das Projekt, das Mfi nun auf den Weg bringen wollen, soll kein introvertiertes und überdimensioniertes Großprojekt werden, das die Stadt mit dem Bau eines 14 Millionen Euro teuren Tunnels unterstützt.

 

„Das Angebot, das Mfi vorlegte, war – verglichen mit dem seinerzeitigen von ECE - für die Stadt um fast drei Millionen Euro günstiger“, sagt Karl Sasserath, der zugleich begrüßt, dass die neu hinzukommenden Verkaufsflächen des Mfi-Projekts auf 17.000 Quadratmeter beschränkt sind. „ECE plante ursprünglich mit mehr als 30.000 Quadratmeter“, so Sasserath, „diese Größe hätte der ganzen Stadt geschadet.“ Möglich wurde dies durch die Einbeziehung vorhandener Verkaufsflächen – ein Punkt, auf den die Grünen immer großen Wert gelegt hatten. Der für ECE geplante Tunnel unter der Steinmetzstraße ist nun Geschichte. Dagegen bleibt beim aktuellen Mfi-Entwurf die Verbindung von der Hindenburgstraße zum Gründerzeitviertel als öffentlicher Raum in einer zukunftssicheren Breite von mindestens 12,80 Meter erhalten. Bus, Fahrrad, Rettungswagen sind vorgesehen, möglich wären in Zukunft auch Taxi oder eine zweispurige Fahrstraße. „Zudem wird auch das Gründerzeitviertel nicht angetastet“, so der Grünen-Fraktionschef, der Mönchengladbachs Bau- und Planungsdezernenten Andreas Wurff für dessen hervorragende Arbeit sehr dankbar ist.

 

Als klare Verbesserung zu früheren Plänen bezeichnet Sasserath, dass das Mfi-Modell drei ebenerdige Eingänge auf allen drei Ebenen vorsieht anstelle nur eines Eingangs von der Hindenburgstraße. Die Besucherströme würden damit nicht wie beim ECE-Modell in eine Sackgasse „abgesaugt“. „Wir haben nun vielmehr einen Rundlauf mit der Hindenburgstraße, wobei Lichthof und Theatergalerie eingebunden sind“, erläutert Sasserath. Diese notwendige stadträumliche Vernetzung ist aus seiner Sicht zugleich auch eine Maßnahme der Stadtreparatur. Der Wermutstropfen: Diese „Stadtreparaturmaßnahme“ ist auch jetzt nicht kostenlos für die Stadt zu haben, sie muss 2,1 Millionen Euro drauflegen. Unbefriedigend bleibt für Sasserath zudem die verkehrliche Situation: Die ist zwar gutachterlich geprüft, aber ein tatsächlicher Beweis, dass der Verkehr unschädlich für die Anwohner vom Hauptverkehrsstraßennetz aufgenommen wird, steht noch aus.

 

Für die Grünen ist natürlich auch wichtig, ob die Konzeption des Mfi-Gebäudes nachhaltig ist und ob Mfi es nach einem „Green Building“-Standard zertifizieren lassen will. „Es ist auch noch nicht über eine städtebauliche Vereinbarung gesprochen worden, die Dumping-Preise für die Mfi-eigenen Parkflächen ausschließt“, sagt Karl Sasserath. Nicht nur für ihn sind im weiteren Verfahren die Details interessant, wie das Einkaufszentrum an den ÖPNV angebunden wird und wie die Ausstattung mit überdachten Fahrrad­abstellanlagen geplant ist. „In diesem Zusammenhang werden auch Entscheidungen notwendig sein, den Busverkehr aus der Hindenburgstraße heraus zu verlagern“, meint er. Aus städtischer Sicht müsse zudem ein weiterer wichtiger ökonomischer Punkt geklärt werden, nämlich „dass die Betreibergesellschaft ihren Sitz auch in Mönchengladbach hat und hier Gewerbesteuer zahlt.“ Die genannten Verbesserungen an der Konzeption des Mfi-Entwurfs würden die Grünen anmahnen, verspricht er. Karl Sasserath: „Letztendlich ist es unabdingbar, in der weiteren Durcharbeitung ständig auf Qualität zu achten und dies auch durchzusetzen.“

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