Mythos mit Highlight Architektur vereinen

Keinem Ort mehr als dem Bökelberg-Stadion als Spielstätte der Borussia verdankt die Stadt Mönchengladbach mehr an weltweiter Aufmerksamkeit.

Deshalb fordern Bündnis 90/Die Grünen den Rat der Stadt Mönchengladbach auf, ein städtebauliches Konzept für den Bökelberg aufzustellen, dass die Besonderheit und Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes in einer unverwechselbaren und identitätsstiftenden Bebauung würdigt und den Mythos Bökelberg substanziell sichert. Diese politische Forderung entspricht auch den Wünschen der vielen Fans von Borussia Mönchengladbach

Dafür macht es Sinn, wenn die Stadt Mönchengladbach sorgfältig nach einer der Besonderheit des Ortes gerechtwerdende Nachnutzung sucht.

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse des unter 16 teilnehmenden Mönchengladbacher Architekturbüros ausgelobten Ideenwettbewerbs lassen sich in zwei unterschiedliche Ansätze ordnen: Die meisten Arbeiten erschöpfen sich unter Vernachlässigung der besonderen Bedeutung des Ortes für die Identität Mönchengladbachs in purem Wohnsiedlungsbau. Nach Auffassung der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen verdienen Entwürfe ohne Bezug zur Geschichte des Ortes nicht verfolgt zu werden, auch dann nicht, wenn sie städtebaulich gut gemacht sind.

Dagegen versucht der kleinere Teil der eingereichten Entwürfe mit unterschiedlichen städtebaulichen Ansätzen, dem ‚Mythos Bökelberg’ gerecht zu werden.

Nach Auffassung der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen verdienen nur diese architektonischen Entwürfe eine politische Würdigung bzw. städtebauliche Umsetzung.

Hervorzuheben ist dabei der Entwurf mit dem Titel „Wohnen am Fohlenpark ... den Mythos (er)leben“ vom Büro ‚Hartmann Architekten’, erfüllt sie doch in hohem Maße die Erwartungen an einen architektonischen Ideenwettbewerb, wie ihn Bündnis 90/Die Grünen im Planungsausschuss gefordert haben. Der Entwurf zeigt das Potential auf, das im Bökelberg als geschichtsträchtigem Ort steckt.

Beispiele wie der Medienhafen Düsseldorf, die Zeche Zollverein Essen, das Gasometer Oberhausen u.a. zeigen das solche besonderen Adressen auch nach einer neuen Nutzung ihre Bedeutung behalten und sogar wirtschaftlich erfolgreich sein können.

Als Architektur-Highlight und ‚Pilgerstätte’ bietet der Bökelberg Mönchengladbach die Chance auch in Zukunft eine überregional bedeutsame Adresse zu sein. Das wird aber nur gelingen, wenn dort mehr als nur ein beliebiges neues Wohngebiet entsteht, indem nur noch Straßennamen oder Gedenktafeln an glorreiche Zeiten erinnern.

Der Wettbewerbsbeitrag von ‚Hartmann Architekten’ zur zukünftigen Gestaltung des Bökelbergs trägt beispielhaft dem Mythos, sogar mit der geforderten Wohnnutzung architektonisch und authentisch Rechnung.

Jetzt müssen Investoren und Käufer für die im Sinne der Gesamtkonzeption notwendigen besonderen Bauten gefunden werden. Wenn die technische und finanzielle Machbarkeit abgesichert ist, wird die Verwaltung aufgefordert, einen maßgeschneiderten Bebauungsplan aufzustellen. Dabei ist eine 1:1 Umsetzung eines Wettbewerbsbeitrages nicht vonnöten. Jeder Entwurf aus dem Wettbewerb befindet sich zur Zeit noch im Ideenstadion. Das soll die Stadt als Betreiberin des Verfahrens jedoch keinesfalls davon abhalten, die prinzipiell richtige Lösung zu verfolgen.

Ein Abbruch oder Teilabbruch des Bökelbergstadions sollte solange nicht erfolgen, bis eine städtebauliche Konzeption nach o.g. Kriterien sichergestellt ist. Nur der Erhalt der ungewöhnlichen Topographie und der teilweise Erhalt von Originalsubstanz und Ausstattungselementen bietet die Chance, den Mythos in Form einer identitätsstiftenden Adresse am Leben zu halten. Repliken, Versatzstücke oder nicht authentische Denkmäler werden dazu nicht die Kraft haben.

Joe Hüskens     Monika Halverscheid

(Ratsherr)        (Bezirksvertreterin Stadtmitte)

 

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