Mahnmal Tiefgarage: Grüne erinnern an Atomschutzbunker unter dem Rheydter Markt

Rheydt. Am 9. Dezember ist es soweit: Die aufwändig sanierte Tiefgarage unter dem Rheydter Markt wird wieder eröffnet. Insbesondere der Einzelhandel in der Rheydter City und der Initiativkreis Mönchengladbach, der am 10.12.2013 die Wiener Sängerknaben in der Evangelischen Hauptkirche präsentiert, blicken erwartungsvoll auf dieses Datum. Die Grünen in Mönchengladbach nehmen die Wiedereröffnung der Tiefgarage zum Anlass, an ein ganz und gar nicht friedvolles Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte zu erinnern.


Der so genannte Kalte Krieg hinterließ auch in Rheydt seine Spuren. 1972/1973 wurde auf dem Grundstück des Marktplatzes ein Atomschutzbunker für die Rheydter Bevölkerung errichtet. Er bot im Rahmen der staatlichen Zivilschutzplanung für den Fall eines Atombombenangriffs im Rheinland Platz für 4.500 Menschen. Noch bis 2005 standen jeder Zeit Wasser und Proviant für einige Tage Überleben unter der Erde bereit.


Die oberirdischen Belüftungs- und Versorgungsanlagen des Rheydter Atomschutzbunkers waren in den so genannten Pavillons verborgen, deren zivile Nutzung Geschäftslokale waren. Sie wurden ebenso wie die schweren Tore und Sicherheitsschleusen, die Küchen, Duschen und Toiletten sowie die an die Decken geklappte Bettgestelle im Rahmen der Sanierung der Tiefgarage und der Neugestaltung des Marktplatzes zurückgebaut.


Anja Schurtzmann, Sprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Süd: „Leider war es offenbar nicht möglich, zumindest einen kleinen Teil dieser Anlage irgendwie sichtbar zu dokumentieren, um z.B. Schulklassen einen authentischen Lernort für den Geschichtsunterricht zu erhalten. Meine entsprechende Anfrage wurde zum Beginn der Bauarbeiten verneint“.
Jetzt soll wenigstens eine Gedenktafel am Markt daran erinnern, dass in nur 15 Kilometer Luftlinie Entfernung bis 1988 in der Raketenstation Hombroich bei Neuss (heute Teil der Museumsinsel) Atomsprengköpfe der NATO auf den „Verteidigungsfall“ warteten. Die Idee zu einer Gedenktafel entstand bei einem neugegründeten Stammtisch der Grünen im Stadtbezirk Süd, der nun regelmäßig stattfinden wird und für alle kommunalpolitisch Interessierten offen ist. (Nächster Termin unter www.gruene-mg.de).


„Wir setzen auf die Hilfe der Rheydter Bürgerschaft und die Unterstützung der anderen Parteien und der Verwaltung und werden ein Spendenkonto einrichten, damit die Kosten nicht den städtischen Haushalt belasten. Vielleicht kann das Projekt schon zur Eröffnung des Marktplatzes im kommenden Frühjahr umgesetzt werden“, so Karl Sasserath, grüner Bezirksvorsteher Süd.

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