Kein Hochregallager in Herrath

In der Sitzung des Planungsausschusses am 5.6.2007 haben sich die Vertreter von Bündis 90/Die Grünen, Ratsherr Winfried Schulz und Georg Weber als sachkundiger Bürger klar gegen das geplante Hochregallager ausgesprochen und bei der Abstimmung mit NEIN gestimmt.

„Ihre Vorstellung des Vorentwurfes in der vorletzten Planungsausschusssitzung im März 2007 versah die Stadtverwaltung mit dem Hinweis, dass ein Hochregallager an dieser Stelle nicht verträglich ist. Außerdem forderten Bündnis 90/Die Grünen von der Verwaltung bis zur nächsten Planungsausschusssitzung den Nachweis, wie sich der Investor das Einfügen des geplanten Hochregallager in die Landschaft verbunden mit hochwertiger Architektur vorstellt“, hierzu Ratsherr Winfried Schulz:

„In der Sitzung am 5.6.2007 trugen die Planer der Investoren zwar vor, jedoch im Ergebnis völlig unbefriedigend. Nur eine angebotene Farbgestaltung verbunden mit einer Baumreihe drum herum reicht nicht aus, um den gewaltigen Eingriff in das Landschafts- und Dorfbild durch das Hochregal verträglich zu machen. Intelligente Architektur mit hochwertigen Materialien wurden nicht präsentiert. Damit erfüllt nach Auffassung von Bündnis 90/Die Grünen der Investor seine "Hausaufgaben" nicht.„Deshalb haben Bündnis 90/Die Grünen mit unserem Votum die jetzt zu erwartende gigantische "Blechkiste" unmissverständlich abgelehnt.“

Nach geltendem Planungsrecht verfügt der Investor über keine Ansprüche. Er benötigt also den Weg über ein Bebauungsplansverfahren, um die politische Zustimmung für die Realisierung des Hochregallagers zu erhalten. Diese kann er spätestens nach der Vorstellung seines Vorhabens im Planungsausschuss von Bündnis90/Die Grünen im Gegensatz zu den anderen Fraktionen nicht mehr erwarten. Eine Verlagerung der Produktion in das benachbarte "ordentliche" Gewerbegebiet Regiopark 3000 wäre die Lösung des Problems und würde auch die Menschen in Herrath von den jetzt schon unzumutbaren Geräuschemissionen entlasten.