Kein Flüchtlingsheim an der Brucknerallee

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Der Vorschlag der Stadtverwaltung, an der Brucknerallee 7 ein Übergangswohnheim für bis zu 180 Flüchtlinge einzurichten, stößt bei Mönchengladbachs Grünen auf wenig Gegenliebe. „Wir halten weder die Konzeption noch die Immobilie, geschweige denn den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort für geeignet“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Karl Sasserath.

Die Grünen stehen mit ihrer Meinung nicht allein: Auch zahlreiche Anwohner der Brucknerallee kritisieren die Pläne der Stadt zur Einrichtung eines Flüchtlingsheims im Gebäude Brucknerallee 7 und haben deswegen den Oberbürgermeister angeschrieben. In ihrem Schreiben bitten die Anwohner den OB diese Pläne zu hinterfragen und Alternativen zu suchen zum Standort Brucknerallee 7.

Die Anwohner stellen in ihrem Schreiben klar, dass eine Unterkunft im Haus an der Brucknerallee 7 eine Form der Unterbringung darstelle, die nicht menschlich und angemessen sei. Sie appellieren an Norbert Bude als Vertreter der Mönchengladbacher Bevölkerung, die Vorlage der Stadt abzulehnen. „Wir sehen die Sache genauso wie die Anwohner“, erklärt Karl Sasserath. Die Immobilie Brucknerallee 7 sei als Übergangswohnheim ungeeignet, weil das Gebäude weder über Freiflächen verfüge noch über ausreichend dimensionierte Räume für die Flüchtlinge.

Schon heute sei die Rheydter Innenstadt durch eine extreme Mobilität gekennzeichnet. Nach einer Mitteilung der Verwaltung tauscht sich die Bevölkerung im Bereich der Rheydter Innenstadt in einem Zeitraum von zwei Jahren um fünfzig Prozent aus. Eine Gemeinschaftsunterkunft, in der Menschen maximal ein Jahr verbleiben sollen, destabilisiere einen städtischen Lebensraum, in dem jeder zweite Bewohner nur maximal zwei Jahre bleibt, nur weiter, so der Grünen-Fraktionschef. Die Rheydter Innenstadt wird zudem immerhin mit Millionenaufwand u.a. im Bereich des Marktes aufgewertet. „Rheydt muss und wird weiterhin attraktiver werden, erst Recht, wenn wir an die Gladbach Arcaden denken, deren Eröffnung Auswirkungen haben wird auf die Rheydter Geschäftswelt“, sagt Sasserath. Ein Übergangswohnheim an dieser Stelle bringe den erforderlichen Prozess der Attraktivierung der Rheydter Innenstadt nicht voran.

Im Hinblick auf das Haus Brucknerallee 7  hält der Grünen-Politiker es für sinnvoll, wenn die Verwaltung mit der Kreisbau AG Verhandlungen aufnähme, damit das stadteigene Objekt in ein Mietwohnungsgebäude umgewandelt und barrierefrei sowie energetisch effizient umgebaut werden kann. Finanzieren, so Sasserath, ließe sich dieser Vorschlag aus den Mitteln des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Wenn dann dort neben anderen Mietern auch Flüchtlingsfamilien untergebracht würden, entspräche eine solche Lösung den berechtigten Erwartungen zu einem tragbaren Kompromiss.

In diesen Tagen ist Sasserath in seiner Funktion als Bezirksvorsteher Süd von einer örtlichen Immobilien¬gesellschaft angeschrieben worden, die für die Unterbringung von Flüchtlingen Häuser an der Aachener Straße und an der Viktoriastraße zur Verfügung stellen würde.

„Die Stadt hat die Aufgabe, Flüchtlinge auf ihrem Stadtgebiet auf geeignete und angemessene Weise unterzubringen“, stellt der Grünenchef fest. „Vielleicht eignet sich dafür auch das Vermietungsangebot dieser Immobiliengesellschaft, es muss geprüft werden“, sagt Sasserath. Parallel dazu solle die Verwaltung aber auch prüfen, ob zur Unterbringung von Flüchtlingen vielleicht nicht genutzte oder freiwerdende Gebäude der Stadt oder der städtischen Töchter genutzt werden könnte.
 
„Die Grüne Fraktion wird dazu in der Bezirksvertretung süd, im integrationsrat sowie in Hauptausschuss und Rat einen Antrag stellen, in dem wir dem Rat der Stadt entsprechende Vorschläge unterbreiten“, so Karl Sasserath.

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