Haus Erholung: „Faktencheck“ zur Selbstverteidigung

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Nachdem sich engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt als Reaktion auf die Verkaufsabsichten von „Haus Erholung“ zusammengeschlossen haben, um einen Bürgerentscheid auf den Weg zu bringen, sieht sich die WFMG nun wohl auf Geheiß der „Groko“ und der ihr verbundenen Verwaltungsteile genötigt, mit einer als „Faktencheck“ bezeichneten Pressemitteilung auf das Ansinnen zu reagieren. Die von der Verkaufsabsicht geleitete Veröffentlichung bekommt die in der Bürgerschaft vorherrschende Kritik an einer Veräußerung der Erholung nicht in den Blick. Die Bürgerinnen und Bürger empfinden den Verkauf als eine Veräußerung der Tradition und des städtischen Tafelsilbers.

„Die Erholung gibt zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbänden der Stadt lange Zeit eine Heimat“, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzender Karl Sasserath. „Leider hat die Stadt aber zuletzt zunehmend Veranstaltungen aus der Erholung abgezogen und dazu beigetragen, dass die eigenen Räume leer standen und das Defizit steigt.“ Zur Erinnerung: Die Gesellschaft Erholung, der Wissenschaftliche Verein Mönchengladbach, der Verein „Benediktpreis“, aber auch die Karnevalisten und Sportler sowie die Parteien der Stadt nutzen das fast barrierefreie Haus.

Diese Entwicklung hatte sich trotz aller Widrigkeiten und ohne Zutun der Stadt in den letzten zwei Jahren wieder umgekehrt. Das Brauchtum, so Sasserath, habe die Erholung gerade für sich wiederentdeckt. „Immerhin hat die Proklamation des Kinderprinzenpaares im letzten Jahr erstmalig hier stattgefunden, und alle waren begeistert“, stellt der Grünen-Fraktionschef fest. Am Wochenende steht genau diese Proklamation wieder in der Erholung an. „Darüber hinaus wurde seitens des Wissenschaftlichen Vereins etwa ausgeführt, dass man es als überaus problematisch betrachtet, wenn die Stadt keine Tagungsmöglichkeiten anbietet, die ungefähr die Größe der Räume im Erdgeschoss der Erholung aufweisen“, sagt Sasserath. Für den Grünen-Politiker ist klar: Der Verkauf von „Haus Erholung“ muss gestoppt werden.

Hintergrund: Auf der Immobilienmesse „Expo Real“ Anfang Oktober in München hatten Vertreter von WFMG und Stadt das Ensemble, das zum Hotel- und Tagungsstandort entwickelt werden soll, bereits beworben, obwohl eine Entscheidung des Rates darüber noch ausstand. Anstelle eines übereilten Verkaufs der „Erholung“ hatten die Grünen im letzten Rat gefordert, dass ein Werkstattverfahren mit allen angrenzenden Akteuren durchgeführt werden sollte und ob ein Erbbaurecht eine Alternative sein könnte. Dies hatten CDU und SPD im Rat abgelehnt.

„Nun kommt etwas spät ein so genannter Faktencheck, um das für die Bürger wenig transparente Vorgehen zu rechtfertigen“, sagt Karl Sasserath. „Wir warten nach wie vor auf die Kostenschätzung für den Erhalt der Erholung in städtischer Hand, die OB Reiners in der letzten Ratssitzung auf Nachfrage unseres Ratsherrn Dr. Boris Wolkowski zugesagt hat. Auf billige Rechtfertigungsversuche wie diesen können wir verzichten.“

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