Handels-und Dienstleistungszentrum in Mönchengladbach Stadtmitte - Keine Überplanung des Areals Berggarten

Mit einer Tischvorlage werden die Bezirksvertreter in der Bezirksvertretung Stadtmitte Dieter Rink und Frank Nitzsche am 11.01.06 beantragen, dass eine Überplanung des Areals zwischen Stepgesstraße und Lüpertzenderstraße (sog. Berggarten) zur Errichtung eines Handels- und Dienstleistungszentrums nicht weiter verfolgt wird.

 

Hintergrund dieses Antrages ist die nachfolgende Beratungsvorlage der Verwaltung.

 

Handels- und Dienstleistungszentrum in Mönchengladbach-Stadtmitte

Beschlussentwurf:

Die Beschlussfassung erfolgt nach Beratung.

Alternative A

1. Die Bezirksvertretung Stadtmitte, der Planungs- und Bauausschuss sowie der Hauptausschuss empfehlen dem Rat, den Ratsbeschluss vom 18. Dezember 2002 aufzuheben, mit dem die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH (EWMG) beauftragt wurde, im Rahmen der bestehenden Geschäftsbesorgung für die zukünftige Nutzung des ehemaligen Schauspielhauses an der Hindenburgstraße im Sinne des Ratsbeschlusses vom 13. Dezember 2000 umgehend einen neuen Investor zu suchen und alles hierfür Erforderliche in die Wege zu leiten.

2. Gleichzeitig empfehlen die Bezirksvertretung Stadtmitte, der Planungs- und Bauausschuss sowie der Hauptausschuss dem Rat, der Entwicklungsvereinbarung zwischen der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG (ECE) und der Stadt Mönchengladbach für ein Handels- und Dienstleistungszentrum in Mönchengladbach-Stadtmitte zuzustimmen. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Entwicklungsvereinbarung abzuschließen. Die Verfolgung weiterer Projektentwicklungen für den Standort des ehemaligen Schauspielhauses ist für die Dauer des in der Entwicklungsvereinbarung vertraglich festgelegten Zeitraums von mindestens 6 Monaten bzw. weiteren 24 Monaten zurückzustellen.

 

Alternative B

Die Bezirksvertretung Stadtmitte, der Planungs- und Bauausschuss sowie der Hauptausschuss empfehlen, der Rat beschließt, das von der Fa. EQUITY ESTATE DEUTSCHLAND GmbH, Berlin, im Dezember 2005 der EWMG vorgestellte und den Fraktionen vorgelegte "architektonische Konzept zur baulichen Neugestaltung des Standortes Stadttheater/Theatergalerie, Hindenburgstraße, Mönchengladbach" als Basis der weiteren Projektentwicklung zu Grunde zu legen. Die Fa. EQUITY ESTATE DEUTSCHLAND GmbH erhält auf der Grundlage des eingereichten Konzeptes die Möglichkeit, für einen Zeitraum von 6 Monaten das Projekt zu qualifizieren und damit einer Entscheidung zuzuführen. Die Verfolgung weiterer Projektentwicklungen für den Standort des ehemaligen Schauspielhauses ist für die Dauer von 6 Monaten zurückzustellen.

 

Finanzwirksamkeit:

keine

 

Begründung:

Alternative A

zu 1. Im Zusammenhang mit der Einstellung des Entwicklungskonzeptes "Stadtfenster" durch Multi Development Corporation Deutschland GmbH (MDC) hat der Rat am 18. Dezember 2002 den im o. a. Beschlussentwurf genannten Beschluss gefasst. Damit hat die EWMG bis heute den Auftrag, für die zukünftige Nutzung des ehemaligen Schauspielhauses einen neuen Investor zu suchen. § 1 Abs. 3 der Entwicklungsvereinbarung für ein Handels- und Dienstleistungszentrum in Mönchengladbach (Entwurf) sieht hingegen vor, dass die ECE innerhalb von 6 Monaten planerische Vorentwürfe für den o. g. Standort erarbeitet und diese mit der Stadt abstimmt. Für den Fall, dass der Standort ehemaliges Schauspielhaus und nähere Umgebung von der ECE vorgeschlagen wird, verlängert sich der Vertrag automatisch um 24 Monate zur weiteren Qualifizierung. Die Stadt verpflichtet sich in § 2 Abs. 1 der Vereinbarung (Entwurf), für diesen Zeitraum ausschließlich mit der ECE zusammenzuarbeiten (und die ECE bei der Entwicklung dieses Vorhabens zu unterstützen).

Der Ratsbeschluss vom 18.12.2002 steht somit den formulierten Inhalten der Entwicklungsvereinbarung entgegen und ist vor Beschlussfassung zu 2. aufzuheben.

 

zu 2. Die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG (ECE) ist an die Stadtverwaltung mit der Absicht herangetreten, in der Innenstadt von Mönchengladbach ein Handels- und Dienstleistungszentrum zu entwickeln und zu realisieren. Auf der Grundlage von Untersuchungen zum Standort Mönchengladbach und einzelner Entwicklungsflächen in der Innenstadt hat die ECE der Stadt das Areal zwischen Stepgesstraße und Fliethstraße (sog. Berggarten) als (bevorzugten) Standortvorschlag unterbreitet. Die Stadtverwaltung hat in einem Workshop im Juli 2005 in Zusammenarbeit mit Vertretern der ECE sowie von EWMG und WFMG alternativ das Areal um das ehemalige Schauspielhaus als Standort für das Handels- und Dienstleistungszentrum untersucht und als qualifizierten Standortvorschlag in die Diskussion gebracht. Derzeit werden beide Standortalternativen diskutiert und stadt- wie verkehrsplanerischer Prüfungen unterzogen. Dabei präferiert die Verwaltung das Areal um das ehemalige Schauspielhaus als Standort für das o.g. Zentrum.

Im Hinblick auf die weitere Konkretisierung des Projekts sind zahlreiche Arbeitsschritte und Untersuchungen durchzuführen. Vor diesem Hintergrund ist beabsichtigt, eine Entwicklungsvereinbarung zwischen der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG und der Stadt Mönchengladbach abzuschließen, die die Modalitäten der weiteren Zusammenarbeit regelt (siehe Anlage).

Des Weiteren sind die zwischenzeitlich eingereichten Entwürfe für Projektentwicklungen von EQUITY ESTATE DEUTSCHLAND GmbH, Berlin, mit den Architekten Dr. Schrammen und Partnern, Mönchengladbach, Tenkhoff Properties GmbH, Berlin, und der MEDICONSULT, Düsseldorf, mit der Planungsgruppe B, Düsseldorf, für den Standort des ehemaligen Schauspielhauses für die Dauer des in der Entwicklungsvereinbarung (Entwurf) genannten Zeitraums zurückzustellen.

 

Alternative B

Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2002 die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH im Rahmen der mit der Stadt bestehenden Geschäftsbesorgung beauftragt, für die zukünftige Nutzung des ehemaligen Schauspielhauses an der Hindenburgstraße im Sinne des Ratsbeschlusses vom 13. Dezember 2000 umgehend einen neuen Investor zu suchen und alles hierfür Erforderliche in die Wege zu leiten. Nachdem der Rat der Stadt zwischenzeitlich in seiner Sitzung am 2. Juni 2004 dem Grundstückskaufvertrag mit der Fa. HBB Gewerbebau Projektgesellschaft XXXVIII mbH & Co. KG vom 21. April 2004 zugestimmt hatte, nahm er in seiner Sitzung am 15. Dezember 2004 zur Kenntnis, dass die Fa. HBB mit Schreiben vom 1. Dezember 2004 den Widerruf des Grundstückskaufvertrages mit der Stadt Mönchengladbach zum Grundstück "Theatertor" erklärt hatte und damit vom Vertrag zurückgetreten war. Auf Grund der Ausübung des Widerrufsrechts durch die Fa. HBB war bzw. ist seither der Grundsatzbeschluss des Rates vom 18. Dezember 2002, d. h. die Suche nach neuen Investoren, wieder die Basis des weiteren Vorgehens. In der Zeit vom 15. Dezember 2004 bis heute haben

- die MEDICONSULT, Düsseldorf, Architekten Planungsgruppe B,

- die Tenkhoff Properties GmbH, Berlin, und

- die EQUITY ESTATE DEUTSCHLAND GmbH, Berlin, Architekt Dr. Schrammen

(modifizierte) Entwürfe für die Projektentwicklung des ehemaligen Schauspielhauses bei der EWMG eingereicht. Kennzahlen dieser Entwürfe sowie Bilder ihrer architektonischen Darstellung sind ebenfalls als Anlage beigefügt.