Grüne: „Rock am Ring“ eine große Chance für die Stadt

Karl Sasserath
Anita Parker

Mönchengladbach. Die Grünen in Mönchengladbach sehen in der Idee des Konzertveranstalters Marek Lieberberg, zukünftig auf dem Gelände des JHQ ein Open-Air-Festival zu veranstalten, eine große regionale Chance. „Mit Lieberberg, der über Jahrzehnte erfolgreich ‚Rock am Ring‘ veranstaltete, könnten wir ein Festival von Weltrang gewinnen, das große Strahlkraft, einen riesigen Imagegewinn sowie wirtschaftliche Vorteile für Stadt und Region bringt“, sagt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. Wichtig ist für die Grünen neben der verkehrlichen Unbedenklichkeit die Umwelt- und Naturschutzverträglichkeit dieses Vorhabens, die der Initiator mit Gutachten auf eigene Kosten nachweisen muss.

Anita Parker, Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes Mönchengladbach, sieht vor allem den Bund über seine Grundstückseigentümerin BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) in der Pflicht. „Die BIMA muss vor Genehmigungserteilung ein finanziell abgesichertes und terminlich fixiertes Rückbau- und Renaturierungskonzept vorlegen, das Vertragsbestandteil sein müsste“, sagt Anita Parker. Es dürfe nicht der Fall eintreten, dass die „Altlasten“ (Gebäude, Straßen, Infrastruktur etc.) nicht beseitigt würden. Anita Parker: „ Was die naturnahe Herrichtung des Geländes angeht, sehen wir den Bund in der Pflicht, der mit Konversionsmitteln dafür sorgen muss, dass dort ein naturnahes Festivalgelände entsteht. Schließlich sind durch die Aufgabe des JHQ tausende Arbeitsplätze verloren gegangen, ohne dass Mönchengladbach hierfür eine Unterstützung durch den Bund erfahren hat.“

Nach Meinung von Karl Sasserath darf die bisherige Formel, wonach mit den Einnahmen (z.B. aus Windenergie) der Rückbau finanziert werden sollte, im Grundsatz nicht aufgegeben werden. Ziel sei es, möglichst schnell geordnete Verhältnisse sicher zu stellen, unabhängig von der Nutzung als Veranstaltungsgelände. Die Genehmigung dafür werde richtiger Weise nur befristet erteilt. „Entscheidend ist, dass das Projekt an keiner Stelle den städtischen Haushalt oder den Gebührenhaushalt belasten darf“, sagt Sasserath. Sämtliche Planungs- und Gutachterkosten, die Kosten für Erschließung, für Ver- und Entsorgung, für verkehrliche Maßnahmen usw. müssten entweder durch die BIMA als Vertreterin der Eigentümerin Bundesrepublik Deutschland oder den Antragsteller finanziert werden.

Grünen-Kreisverbandssprecher Shahriar Parvizi hält es für sinnvoll,  dass die Stadt mittelfristig Eigentümerin der freigeräumten JHQ-Flächen wird. „Perspektivisch gesehen wäre es besser, wenn Stadtentwicklungsziele mit dem Zugriff auf das Eigentum gesteuert werden könnten. Deshalb muss in den Verhandlungen mit der BIMA auch darauf hingewirkt werden, dass die befristete Genehmigung als Veranstaltungsgelände nicht einen möglichen Kaufpreis für die Stadt erhöht“, so Parvizi. Der Grünen-Politiker hofft, dass die Prüfung der Stadt, ob Verkehr, Natur- oder Lärmschutz möglicherweise gegen das große Festival im JHQ sprächen, ein positives Ergebnis zeitigt.

„Grundsätzlich hoffen wir bei der zukünftigen Nutzung des JHQ-Geländes auf eine ökologisch verträgliche Lösung, die mit einer Nutzung als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge und dem Vier-Jahreszeiten-Freizeitpark kompatibel und auch ökonomisch sinnvoll ist“, sagt Karl Sasserath. Bei vernünftiger Planung eines großen Open-Air-Festivals wie ‚Rock am Ring‘ könnte das durchaus gelingen.

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