Grüne lehnen halbherzige Umgestaltung des Tellmann-Platzes ab

Anja Schurtzmann.

Für das Kernproblem am „Tellmann-Platz“ - nämlich das Wildurinieren - ist im neuen Entwurf der Verwaltung kein Lösungsansatz mehr vorhanden. Die Bündnisgrünen in der Bezirksvertretung Süd sind daher für das ersatzlose Streichen dieser jetzt von der Verwaltung vorgestellten Maßnahme.


Mönchengladbach-Rheydt. Als im vergangenen Jahr der Dialog zur Umgestaltung des so genannten Tellmann-Platzes am City-Parkhaus in Rheydt begann, trafen sich Anwohner, Polizei, Streetworker, Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und Vertreter von Citymanagement und Politik, um die Problematik der Situation zu erörtern und Lösungsansätze zu erarbeiten.

Einige Monate und viele Sitzungen später präsentiert die Verwaltung nun die überarbeitete Version der Maßnahme. Der neue Entwurf enttäuscht auf ganzer Linie. Durch eine so genannte Aufböschung sollen die inneren Beeteinfassungen von Erde und Rasen überdeckt werden; die äußeren L-Steine sollen in der Höhe gekürzt und zum Teil verklinkert werden. Jener Klinker, der seit der ersten Präsentation von allen Fraktionen aus ästhetischen Überlegungen in Frage gestellt wurde.

Außerdem sieht die Umgestaltung eine neue Pflasterung vor. Neue Bänke, Beleuchtung, fertig. Vom Urinal, das von allen Fachleuten aus hygienischen Gründen als unverzichtbar gefordert wird, ist nichts übrig geblieben. Trotzdem werden von der Verwaltung 260.000 Euro für den Platz am City-Parkhaus veranschlagt. Die Planung dazu wurde vom Tiefbau-Büro Lindschulte & Kloppe ausgeführt.


Ohne Urinal hat die Maßnahme wenig Sinn

Bezirksvorsteher Süd Karl Sasserath kritisiert diese Vergabe: „Anstatt eines auf Tiefbauprojekte spezialisierten Büros durfte von der Verwaltung erwartet werden, mit dieser Platzgestaltung ein entsprechendes Planungsbüro aus dem Bereich der Landschaftsarchitektur oder ein Kreativbüro mit entsprechendem Schwerpunkt in der Gestaltung von öffentlichen Plätzen zu beauftragen. Tiefbau scheint mir an dieser Stelle nicht die richtige Disziplin zu sein“.

Anja Schurtzmann, Sprecherin der Grünen im Bezirk Süd, ergänzt: „Ohne Urinal hat die gesamte Maßnahme wenig Sinn; hier werden Steuergelder ausgegeben, die an anderer Stelle dringender benötigt werden“. Neue Pflastersteine oder verklinkerte Beeteinfassungen geben keine Antwort auf die gesundheitlichen und sozialen Probleme der Menschen, die sich am Tellmann-Platz aufhalten, so Schurtzmann weiter.

„Die Grünen können dieser halbherzigen Umgestaltung nicht zustimmen, weil sie das ursächliche Problem ignoriert und die zukünftige städtebauliche Bedeutung des Platzes neben dem City-Parkhaus außer Acht lässt. Wenn wir jetzt 260.000 Euro für Beeteinfassungen, Pflastersteine und neue Bänke in die Hand nehmen, wird sich die Problematik des Platzes auf Jahre nicht verbessern“, so Karl Sasserath, der bei dem Thema sowohl das Interesse des Einzelhandels als auch das Wohl der Passanten im Blick hat.

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