Ehemalige Mülforter Zeugdruckerei: Bündnisgrüne fordern Stadtverwaltung zum Handeln auf

Nachdem es auf dem Gelände der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei und Färberei Heinrich Bresges immer wieder zu Bränden gekommen ist, fordern die Grünen die Stadt auf, nun endlich zu Handeln. „Durch die wiederholten Einsätze der Feuerwehr auf dem Gelände fallen stetig Kosten an, dazu sind Personenschäden bei weiteren Brandfällen nicht auszuschließen“, warnt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. Ursächlich für die Brandfälle seien vor allem Unterlassungen der Eigentümer, so Sasserath. „Denen muss gegebenenfalls eine Ersatzvornahme angedroht werden, im Zweifelsfalle sogar eine Pfändung der Industriebrache, damit die Maßnahmen, die die Stadt zur Abwehr von Gefahren unternehmen muss, beglichen werden“, forderte der Grünen-Fraktionschef. Sasserath: „Eigentum verpflichtet.“ Offizieller Eigentümer ist die Mülforter Immobiliengesellschaft GmbH & Co. KG. Dem in der Öffentlichkeit entstandenen Eindruck, die Stadtverwaltung habe jahrelange nichts getan, müsse entgegengewirkt werden.

 

Hintergrund: Seit Jahren sind die baulichen Anlagen der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei dem Verfall ausgesetzt, nachdem das Insolvenz angemeldet hatte. Im Jahre 2002 wurde das Insolvenzverfahren eingeleitet, das seit nunmehr drei Jahren ruht. In der Zwischenzeit hatten sich spielende Kinder wegen mangelnder Absicherung ungehindert Zutritt zu den Fabrikhallen verschafft. Auch Metalldiebstähle häuften sich. In der Folge war es auf dem Gelände immer wieder zu Bränden gekommen, die Großeinsätze der Feuerwehr auslösten. Nach dem bis dato letzten Brand am 14. November 2008 – bei dem etwa 80 Feuerwehrleute im Einsatz waren - hatte das Bauordnungsamt der Stadt Mönchengladbach entschieden, ein ausgebranntes Gebäudeteil abreißen zu lassen. Der Kostenaufwand allein dafür beträgt 25.000 Euro. Nach einem Brand im September 2006 hatten 25 Tonnen Schadstoffe beseitigt werden müssen. Für deren Entsorgung zahlte die Stadt 19.000 Euro. „Diese Summen sowie die Kosten für die zahlreichen Einsätze der Brandschützer belasten die Stadtkasse in erheblichem Maße“, monierte Winfried Schulz. „Das Geld könnte an vielen Stellen besser eingesetzt werden“, betonte der Grünen-Ratsherr.

 

Nach wie vor ist es aus Sicht der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nötig, eine öffentliche planungsrechtliche Absicht zu beschließen, die der Stadt Mönchengladbach ein Vorkaufsrecht für die Industriebrache an der Duvenstraße ermöglicht. Das Industriegelände könne, um städtebaulichen Fehlentwicklungen vorzubeugen und gleichzeitig mehr Sicherheit zu gewährleisten, über die EWMG erworben und entwickelt werden, warb Karl Sasserath für eine sinnvolle Alternative.

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