Bezirksvertretung Rheydt-Mitte: Grüne und SPD mit drei gemeinsamen Anträgen

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und die SPD werden in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Rheydt-Mitte am 2. Dezember drei gemeinsame Anträge einbringen. Damit greifen beide Fraktionen Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus Rheydt auf.

 

Im Hinblick auf den Umzug der Vereinigten Bühnen Mönchengladbach/Krefeld sprechen sich SPD und Grüne für die übergangsweise Einrichtung eines Buspendeldienstes vom Rheydter Hauptbahnhof zur ehemaligen Wehrbereichsverpflegungshalle im Nordpark aus. Dorthin müssen die Theaterleute bekanntlich in der Spielzeit 2009/2010 ausweichen, weil der Theaterbau an der Odenkirchener Straße 78 im Zuge des Brandschutzes umfassend saniert wird. „Ein Buspendelverkehr ist aus unserer Sicht notwendig, weil auch die zahlreichen Gäste aus Mönchengladbach, die nicht per Pkw zum Theater anreisen wollen oder können, während der Umbaupause bequem und zeitig zu den dortigen Vorstellungen gelangen müssen“, erläutert Jo Schroers, Sprecher der Grünen-Bezirksfraktion Rheydt-Mitte, die gemeinsame Empfehlung beider Fraktionen. Zudem, regt Schroers an, könnte Theaterbesuchern, die mit dem Pkw zur Spielstätte anreisen, über die Theaterkarte die kostenlose Nutzung des Parkplatzgeländes neben der Ersatzspielstätte ermöglicht werden.

 

Auch bei einem anderen Thema greifen Grüne und SPD Anregungen engagierter Rheydter Bürgerinnen und Bürger auf, indem sie sich stark machen für eine Verbesserung des Radwegenetzes der Stadt. „Wir halten es für sinnvoll, den öffentlichen Fuß- und Radweg von Hardterbroich nach Bonnenbroich, der die beiden Bezirke Volksgarten und Rheydt-Mitte verbindet, in den geplanten Grünzug in Hardterbroich einzubeziehen“, sagt Ulla Brombeis. Diese Radwegverbindung, verdeutlicht die Ratsfrau der Grünen in Rheydt-Mitte, könnte ab der Kreuzung Breite-/Dohler-Straße ausgeschildert werden. Der Weg führt zunächst bis zur Hüttenstraße über den sehr breiten Bürgersteig, dann über die Hüttenstraße und von der Kurve aus über den so genannten Hanssenweg, der den Bungtbach überquert und weiter am Spielplatz und Hardterbroicher Kirmesplatz vorbei über die Schulstraße führt. Von dort führt der Weg durch den Park an den Schulen vorbei über die Brücke Korschenbroicher Straße bis zum Gladbacher S-Bahnhof.

 

Der dritte gemeinsame Antrag beider Fraktionen zielt ab auf die Entwicklung eines „Gesamtkonzeptes Anwohnerparken“ für die Stadtquartiere, die die Rheydter Innenstadt umgeben. „Wir möchten die Verwaltung bitten, das zu prüfen“, erklärt Jo Schroers. Modellhaft solle das für den „Nordquadranten“ (Wohngebiet zwischen Mühlenstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Nordstraße und Gartenstraße) geprüft werden.

 

Im Bereich vorhandener Parkscheinautomaten, so der Vorschlag, den die Verwaltung mit ihrem Fachverstand prüfen müsste, könnten die Anwohnerinnen und Anwohner durch einen Bewohnerparkausweis von der Benutzungspflicht (werktags von 9.00- 19.00 Uhr) und von der Höchstparkdauer befreit werden, damit sie dort zukünftig uneingeschränkt parken können. Nach 19.00 Uhr würde der Parkraum allen uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Dort, wo keine Parkscheinautomaten stehen, könnten je nach Bedarf Abschnitte nur für Anwohnerinnen und Anwohner ausgeschildert werden. „Wichtig dabei wäre, dass nicht mehr als die Hälfte des Straßenraumes für Anwohnerinnen und Anwohner reserviert werden dürfte“, meinen Ulla Brombeis und Jo Schroers unisono. Hierzu müsste eine Erhebung über den Fahrzeugbestand und die privaten Einstellmöglichkeiten durchgeführt werden.