Olympia Rhein Ruhr 2032: Bürger sollen mit entscheiden

Bernd Meisterling-Riecks

Mönchengladbach. Dabeisein ist alles? Nicht immer. In Hamburg und München sind Olympia-Bewerbungen zuletzt gescheitert – zu kritisch hatte die Mehrheit der Menschen dort dieses Großereignis und das Handeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) betrachtet. Dem IOC hatte die Unterstützung in der Bevölkerung gefehlt, weil die Öffentlichkeit mit dem so genannten olympischen Gedanken mehr und mehr Stichworte wie Kommerz, Bestechung oder Untreue verbindet statt Völkerverständigung und Fairplay.

Eine private Eventagentur um den Sport- und Eventmanager Michael Mronz hatte nun in den letzten Wochen (auch vor Ort in Mönchengladbach) die Idee „Olympia Rhein Ruhr City 2032“ im Auftrag eines Firmenkonsortiums mit potenten Finanzgebern wie Daimler, Evonik, STRAWAG, Kölnmesse sowie dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband intensiv beworben. Szenarien zu einer Olympiabewerbung der Region Rhein Ruhr 2032 wurden vorgestellt. Der Stadt Mönchengladbach soll hierbei die Rolle zufallen, die Hockeywettbewerbe auszurichten. Mit nicht geringer Begeisterung griff die Ratsmehrheit von CDU und SPD diesen Vorschlag auf. Im Sportausschuss setzte die „Groko“ durch, die Verwaltung mit der Unterstützung dieser Initiative zu beauftragen - allerdings ohne näher zu erläutern, was denn als Unterstützungsleistung durch die Verwaltung überhaupt erbracht werden soll. Übrigens: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich erst 2020 zu einer Bewerbung Deutschlands äußern und unterstützt daher die Initiative derzeit nicht.

Nach Auffassung des sportpolitischen Sprechers der Bündnisgrünen, Bernd Meisterling-Riecks, ist es für die grundsätzliche Unterstützung einer Bewerbung noch viel zu früh. „Wir sollten erst einmal die Ausschreibungskriterien des IOCs abwarten, bevor wir uns einer privaten Initiative vorschnell anschließen“, sagt der Grünen-Ratsherr. Erst wenn die Kriterien auf dem Tisch lägen, könne ein seriöses Kostenkonzept erstellt werden. „Außerdem“, so Meisterling-Riecks, „ist es für uns Grüne von zentraler Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger in Mönchengladbach und der gesamten Region im Rahmen eines Referendums bzw. von Ratsbürgerentscheiden einzubinden. Wir finden, die Bevölkerung soll darüber entscheiden, ob sich die Rhein-Ruhr-Region bewerben soll.“ Nur bei einer erfolgreichen Bürgerabstimmung in der Region sollte sich die Stadt Mönchengladbach aus Sicht der Grünen an dem Groß-Event beteiligen.

Bernd Meisterling-Riecks: „Die Bürgerentscheide sollten dann stattfinden, wenn die Planungen konkreter geworden und damit auch die Kosten absehbar sind. Bis dahin sollten wir uns nicht vorschnell einer privaten Initiative anschließen und die Katze im Sack kaufen.“

Öffnungszeiten

Montag        10.00 - 13.00 Uhr

Dienstag      10.00 - 13.00 Uhr

Mittwoch      10.00 - 13.00 Uhr

Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr /

                    15.00 - 17.00 Uhr

Freitag         10.00 - 13.00 Uhr

Adresse/Kontakt:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brandenberger Str. 36

41065 Mönchengladbach

 

Kreisverband:

Tel. 02161-206 404

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de

 

 

Bankverbindung:

Kontonummer 3505065

BLZ 370 605 90

IBAN: DE54370605900003505065

BIC: GENODED1SPK

Sparda Bank West eG

 

Fraktion:

Tel. 02161-206 204

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de