Wohnungslose in Unterkünften für Asylbewerber unterbringen

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Der Herbst beginnt, die Nächte werden bereits empfindlich kühler. Für Menschen ohne Wohnung eine besonders schwierige Zeit. In Mönchengladbach besteht ein breit angelegtes Engagement in der Wohnungslosenhilfe, das aus Sicht der Mönchengladbacher Grünen aber ergänzt werden muss, um Erfrierungen und gesundheitliche Schädigungen von Wohnungslosen zu vermeiden.

Nun lebten nach Darstellung der Verwaltung bis Ende August dieses Jahres 1.593 Asylbewerber in der Stadt, davon 800 in städtischen Unterkünften und Wohnungen. An Unterkunftsplätzen gibt es derzeit 2.320 in der Stadt, die Belegungsquote liegt laut Verwaltung somit bei 43,1 Prozent. (Die Stadt geht bereits bei einer Belegung von 80 Prozent von einer Vollbelegung aus). Die Lage für Asylsuchende ist recht entspannt. Bei der Gruppe der Wohnungslosen sieht das allerdings anders aus: „Der Wohnungsmarkt in Mönchengladbach ist extrem angespannt, insbesondere für mittlere und untere Einkommensgruppen sowie für Transfermittelbezieher steht kaum noch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung“, sagt Karl Sasserath, Fraktionssprecher der Grünen in Mönchengladbach.

Die Wohnungslosigkeit steigt auch in der „Vitusstadt“ dramatisch an. Die Folge: Wohnungslose haben auf dem Wohnungsmarkt gar keine Chancen mehr. Allein das Jugend-Jobcenter Mönchengladbach hat über 270 jugendliche Wohnungslose registriert. In einem jüngst ausgestrahlten Filmbeitrag des WDR wurde die Zahl jugendlicher Wohnungsloser bundesweit auf ca. 37.000 geschätzt. Aus einem Tagestreff für Wohnungslose in Mönchengladbach liegen Informationen vor, wonach die Zahl der täglichen Besucher*innen jetzt im Schnitt auf 200 Personen gestiegen ist. „Niemand von diesen Menschen hat auf dem Wohnungsmarkt eine Chance“, sagt Karl Sasserath. „In einem Nebenraum dieses Tagestreffs befinden sich zwei Doppelbetten, damit die Menschen, die draußen übernachten, ein paar Stunden am Tag im Warmen schlafen können“, so der Grünen-Politiker.

Er ist der Auffassung, Wohnungslosen sollten die gleichen Möglichkeiten zustehen wie Asylbewerbern. Unterkünfte wie etwa die an der Sternstraße, die die Stadt in letzter Zeit für Geflüchtete vorgehalten hat, sind z.T. bereits leergezogen oder könnten zeitnah für Umnutzungsoptionen mobilisiert werden. „Die Unterkunft an der Sternstraße hat die Stadt noch bis Ende 2023 gemietet“, weiß Sasserath. „Die Verwaltung sollte jetzt prüfen, ob zumindest im anstehenden Winterhalbjahr in freistehenden Kontingenten für Asylbewerber Wohnungslose untergebracht werden können. Damit wäre Vielen geholfen.“

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