Perspektiven bieten bei Energiesperre

Karl Sasserath

Für Verbraucher mit Energieschulden bringt das Land NRW ein Modellprojekt auf den Weg: Unter Beteiligung kommunaler Energieversorger sollen Netzwerke und Beratungsangebote zum Umgang mit Energieschulden aufgebaut werden. Die Grünen fordern jetzt die NEW auf, sich an diesem Landes-Modellprojekt zu beteiligen.

Mönchengladbach. Ein Leben ohne Elektroherd, Kühlschrank, Licht und warmes Wasser – für die Menschen in 120.000 Haushalten in NRW ist das im Jahr 2010 Alltag gewesen. Steigende Energiepreise stellen für viele einkommensschwache Privathaushalte eine schwere Belastung dar. Laufen die Stromkosten aus dem Ruder, droht eine Energiesperre, wie eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW unter den Energiegrundversorgern zeigte. Fast drei Viertel der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Energieunternehmen stellen wachsende Probleme rund um Energieschulden fest. „Die große Zahl von Verbrauchern, die ihre Energierechnung nicht zahlen können, rüttelt auf: Wir müssen den Menschen helfen, die am stärksten unter hohen Energiekosten leiden und ihnen auch Perspektiven anbieten, etwa in Form von Energieeinsparmaßnahmen. Ein Alltag ohne Strom ist ein alarmierender Zustand, den wir verhindern müssen“, sagt Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne).

 

Vollständige Energiesperren verschärfen die finanzielle Not der betroffenen Privathaushalte: Mahnungen und die Wiederherstellung der Energiezufuhr treiben die Kosten weiter hoch. „In diesen Notlagen bedarf es kompetenter Beratung für die Verbraucher. Beispielsweise bei der Erarbeitung eines Zahlungsplans mit dem Energiedienstleister oder durch die Übernahme der Energieschulden im Wege eines Darlehens durch das Jobcenter oder das Sozialamt“, so Johannes Remmel. Daher wird das Verbraucherschutzministerium in der zweiten Jahreshälfte 2012 für Energieschuldner ein Landesprojekt auf den Weg bringen: Beratungen zur Existenzsicherung und Beratungen zum Energiesparen sollen konkrete Hilfe bieten.

 

Beginnend zum 1. Oktober 2012 sollen zunächst in fünf Standorten unter der Organisationsverantwortung der Verbraucherzentrale NRW Netzwerke und Budgetberatungsangebote zum Umgang mit Energieschulden unter Beteiligung kommunaler Energieversorger aufgebaut werden. Weitere drei Standorte sollen im Jahre 2013 folgen. Das Projekt „NRW bekämpft Energiearmut“ soll voraussichtlich bis Ende 2015 laufen. Das Verbraucherschutzministerium stellt in dieser Zeit allein für die Budget- und Rechtsberatung Finanzmittel in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Für den Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath ist es vor dem Hintergrund der Sozialstruktur Mönchengladbachs höchste Zeit zu Handeln: „Beim Thema Stromabsperrungen stehe ich seit einiger Zeit mit Minister Remmel in Verbindung“, so Sasserath. „Von dort bin ich auf das Modellvorhaben aufmerksam gemacht worden, bei dem Johannes Remmel die Energie­versorger ausdrücklich bittet, sich zu beteiligen.“ Der Mönchengladbacher Grünen-Politiker, der dem Aufsichtsrat der Kommunalholding angehört, wandte sich umgehend mit einem Schreiben an den NEW-Vorstand um Dr. Friedhelm Kirchhartz und Dr. Rainer Hellekes und bat zu prüfen, ob die NEW beim Modellvorhaben dabei sein kann. „Ihre Bereitschaft vorausgesetzt bin ich gern bereit, Sie bzw. eine Beteiligung der NEW an diesem Modellvorhaben im Rahmen meiner Möglichkeiten zu unterstützen“ schreibt Sasserath. „Ich möchte Sie bitten, diesen Vorschlag wohlwollend zu prüfen.“

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