Grüne sehen breite Mehrheit für Sozialticket in Mönchengladbach

Karl Sasserath.

Die sich abzeichnende breite Zustimmung des Rates für die Verwaltungsvorlage zum Sozialticket bietet die Chance, das Ticket zum 1. November 2011 versuchsweise für ein Jahr einzuführen.      

  

Mönchengladbach. „Es ist ein gutes Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, wenn eine überwältigende Mehrheit des Rates sich zur sozialen Tradition Mönchengladbachs bekennt“, sagt Karl Sasserath, Fraktionssprecher der Grünen im Rat, angesichts der sich abzeichnenden breiten Zustimmung des Rates für die Verwaltungsvorlage zum Sozialticket. Die Grünen sprachen sich frühzeitig für eine Teilnahme Mönchengladbachs an der bis Ende 2012 befristeten Erprobung des Sozialtickets im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) aus und setzen sich intensiv bei der rot-grünen Landesregierung dafür ein, dass die hierfür notwendigen Landesmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen. Nach den Beschlüssen des VRR und der entsprechenden, von Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude unterzeichneten Verwaltungsvorlage soll der Pilotversuch im Gebiet des VRR zum 01.11.2011 beginnen.
„Ich begrüße die Entscheidung des Oberbürgermeisters, dem Rat der Stadt vorzuschlagen, das Sozialticket zum 01.11.2011 einzuführen“, so Sasserath. Die Grünen sehen für Budes Angebot, eine Dringlichkeitsentscheidung zu treffen, im Rat eine überwältigende Mehrheit. Für Karl Sasserath ist es „immer auch ein gutes Zeichen für die politische Kultur einer Stadt, wenn eine ganz breite Mehrheit einen Beschlussentwurf trägt.“ Dies biete dem Oberbürgermeister auch die Gewissheit, im Falle einer Dringlichkeitsentscheidung zu wissen, von einer breiten Mehrheit getragen zu werden.
Die breite Zustimmung hat einen Grund: Bekanntlich zählt Mönchengladbach zu den strukturschwachen Städten mit einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit. „In der Immobilität vieler erwerbsloser Familien liegt einer der Gründe für die große Zahl der Arbeitssuchenden“, so Sasserath. „Wenn wir die Struktur und Lebensbedingungen Mönchengladbachs verbessern wollen, müssen wir natürlich auch die Mobilität der Betroffenen verbessern.“
Viele Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, sind nicht mobil. Die Ursache dafür liegt wesentlich in der Einkommensarmut, die Betroffene in ihrem Mobilitätsverhalten stark einschränkt. Viele Arbeitslose und arme Menschen bewegen sich fast ausschließlich in ihren Wohnvierteln. Für die Integration in Arbeit und Gesellschaft ist aber das Mobilitätsvermögen der Menschen mit ausschlaggebend. „Die Einführung des Sozialtickets für Mönchengladbach ist deshalb gut“, betont der Gladbacher Grünen-Fraktionschef, „denn jeder arbeitslose Mensch, der mit Hilfe des Sozialtickets einen Arbeitsplatz findet und erreicht, verbessert die Haushaltslage der Stadt.“
Die Grünen begrüßen es zugleich, dass Menschen, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit oder Wohngeld erhalten, im Modellversuch das Monatsticket der Preisstufe A zum Preis von 29,90 Euro im Rahmen dieses Pilotprojektes beantragen können. Karl Sasserath: „Politik braucht aber Teilhabe, Parteinahme und Berechenbarkeit für die Betroffenen, besonders wenn sie den Anspruch erhebt, sozial zu sein. Deshalb setzen sich die Grünen für die Einführung des Sozialtickets zum 01.11.2011 ein.“

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