Mülforter Zeugdruckerei: Sasserath für sofortigen Abriss

Karl Sasserath.

Nachdem es am Wochenende abermals zu einem Großbrand auf dem Gelände der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei gekommen war, hatte der Bezirksvorsteher Süd, Karl Sasserath (Grüne), einen umgehenden Abriss der Industrieruine gefordert. Grund: Die Halle sowie ein Teil der Außenmauer des Komplexes an der Duvenstraße sind stark einsturzgefährdet.

 

Mönchengladbach. Einsätze auf dem Gelände der ehemaligen Mülforter Zeugdruckerei und Färberei Heinrich Bresges wiederholen sich für die Brandschützer der Mönchengladbacher Feuerwehr mit steter Regelmäßigkeit. Nachdem es dort an der Duvenstraße fortlaufend zu Bränden gekommen war, musste die Feuerwehr nun am vergangenen Wochenende wieder zu einem Großeinsatz dorthin ausrücken. Die Kosten auch für diesen Einsatz bleiben letztlich an der Stadt hängen – das Unternehmen hatte im Jahre 2002 Insolvenz angemeldet.

 

Karl Sasserath, Bezirksvorsteher Süd, hatte sich im Rahmen des Großeinsatzes selbst vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und mit den Einsatzkräften gesprochen. „Die brennende Halle, die nur durch eine Mauer von der Duvenstraße getrennt ist, konnte am Sonntag bei den Löscharbeiten wegen der Lebensgefährlichkeit nicht betreten werden“, sagt Sasserath. „Halle und Teile der Außenmauer sind extrem einsturzgefährdet.“

 

Noch größer wurde die Gefahr durch einen niederländischen Tanklaster, der von seinem an unbekanntem Ort verweilenden Fahrer in einer Parkbucht direkt vor der Halle, in der das Feuer ausbrach, über das Wochenende abgestellt worden war. Entlang des leer stehenden Fabrikgeländes befindet sich bekanntlich eine stark frequentierte Halte- und Abstellzone für Lastkraftwagen. Der Tanklaster konnte nur unter erheblichen Schwierigkeiten durch ein Abschlepp- und Bergungsunternehmen aus dem Gefahrenbereich geschafft werden..

 

„Es ist nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass der Tanklastzug nicht befüllt war“, so Sasserath. Nicht zuletzt, weil der Tanklastzug dort vor der ehemaligen Zeugdruckerei stand, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Halle gezielt in Brand gesetzt wurde. „Die polizeilichen Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.“ Der Bezirksvorsteher ist den beteiligten Kräften von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr für deren engagierten Einsatz sehr dankbar. „Hier wurde toll gearbeitet, und Gott sei dank kam niemand zu Schaden“, so Sasserath.

 

Diesmal ist also alles noch einmal gut gegangen. Dennoch, die Probleme bleiben. „Von keiner der umgebenden Straßen aus sind im Brandfall die im Inneren liegenden Gebäudeteile des Betriebsgeländes mit Löschfahrzeugen erreichbar. Bei einem Brand wären zuerst umfangreiche Abbrucharbeiten erforderlich, um an den Brandherd zu kommen. Für die Feuerwehr liegt in dem Firmengelände ein extremes Gefährdungspotential,“ schildert Karl Sasserath die Situation. Dazu kommen die Kosten für die vielen Einsätze, die sich mittlerweile in den Hunderttausenden bewegen. „Wir müssen jetzt ein für alle mal einen Schnitt machen“, sagt der Bezirksvorsteher. Er spricht sich klar dafür aus, auf dem Gelände endlich umfassend aufzuräumen. „Damit weitere Gefährdungen künftig ausgeschlossen sind, muss dieser Komplex umgehend abgerissen werden,“, fordert Sasserath.

 

Nach einem Großbrand vor gut zwei Jahren hatte das Bauordnungsamt der Stadt schon einmal entschieden, ein ausgebranntes Gebäudeteil abreißen zu lassen. Kostenpunkt: 25.000 Euro.

 

Das ungesicherte, leerstehende Fabrikgelände mit vielen unterkellerten Bereichen übt auf Kinder und Jugendliche, die sich der Gefahren nicht bewusst sind, eine große Anziehungskraft aus. Wohnungslose nutzen das große Firmenareal regelmäßig als Schlafplatz. „Niemand in Verwaltung und Politik weiß, ob wir auch künftig davonkommen, ohne dass jemand verletzt wird, deshalb müssen die Reste der Fabrikruine jetzt umgehend weg“, fordert Sasserath. „Sonst haben wir hier eine unendliche Geschichte.“

 

Der Bezirksvorsteher Süd hatte in dieser Angelegenheit umgehend Kontakt mit Oberbürgermeister Norbert Bude aufgenommen. „Der Oberbürgermeister hat zugesagt, dass aus der geschilderten Gefährdungslage Konsequenzen gezogen werden“, so Sasserath. „Er hat die Sache zur zeitnahen Prüfung an das Dezernat VI abgegeben. Ich begrüße das Handeln Herrn Budes sehr.“

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