Zu hohe Feinstaubbelastung: Friedrich-Ebert-Straße wird Umweltzone werden

Ulla Brombeis.

Dicke Luft an der Friedrich-Ebert-Straße: Der Wert der Über­schreitungstage für Feinstaub darf jährlich höchstens 35 Tage betragen. Dieser Wert ist auf der Friedrich-Ebert-Straße bereits jetzt erreicht. Bis Oktober dieses Jahres muss dort nun dringend etwas geschehen. Die Mönchengladbacher Grünen halten ein Durchfahrts­verbot für Lkw in diesem Bereich, der zur Umweltzone werden muss, für eine gangbare Lösung.

 

Mönchengladbach. Im vergangenen Januar wurde an der Friedrich-Ebert-Straße eine Messstelle eingerichtet. Seitdem verfolgt die Bezirksregierung Düsseldorf kontinuierlich die Feinstaubbelastung vor Ort. Mit  Stand vom 16. Mai 2011 bestätigte ein Mitarbeiter der Bezirksregierung auf Nachfrage der Mönchengladbacher Grünen nun, dass im dortigen Bereich derzeit 35 Feinstaub-Überschreitungstage (bei 35 zulässigen im Kalenderjahr) vorliegen. Der zulässige Ein-Tages-Grenzwert, der überschritten wurde, beträgt 50 µg/m³. „Diese Überschreitung ist alarmierend“, sagt Karl Sasserath, Grünen-Fraktionsvorsitzender und Bezirksvorsteher Süd angesichts der drohenden Gesundheitsgefährdungen für die Bevölkerung. Sasserath hat in Düsseldorf bei der Bezirksregierung in Erfahrung gebracht, dass die Überschreitungen es erforderlich machen, einen Luftreinhalteplan aufzustellen. Dieser Plan, an dem derzeit gearbeitet wird, werde voraussichtlich die Einrichtung einer Umweltzone beinhalten, die auch die Friedrich-Ebert-Straße umfasst. „Wir begrüßen das Vorgehen der Bezirksregierung sehr, denn die Friedrich-Ebert-Straße muss dringend entlastet werden“, sagt Ulla Brombeis, Sprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Süd. Zur Erinnerung: Bereits seit März 2007 können in Deutschland in Städten und Kommunen Fahrverbote in Umweltzonen erlassen werden. Die besonders durch den Feinstaub gefährdeten Bereiche müssen als „Umweltzone“ gekennzeichnet sein. Auf dem dazu notwendigen Zusatzzeichen wird dann geregelt, welche Fahrzeuge mit welchen Feinstaubplaketten dort Zufahrt haben. 

 

„Bis Oktober 2011 muss an der Friedrich Ebert Straße etwas geschehen sein“, sagt Karl Sasserath, der in diesem Zusammenhang auch auf den Bereich der Aachener Straße verweist, an der ebenfalls besorgniserregende Belastungen gemessen worden sind. sind. Dort ist eine Überschreitung des Jahresmittel-Grenzwertes für Stickstoffdioxid festgestellt worden. Das Land NRW muss die Werte aus Mönchengladbach jetzt an die EU melden, die entsprechende Grenzwerte festgelegt hat. Eine Lösung, die der Grünen-Fraktionschef für die belasteten Bereiche im Mönchengladbacher Stadtgebiet zusätzlich zur Errichtung von Umweltzonen für sinnvoll hält, sind kurzfristig zu verhängende Durchfahrtsverbote für Lkw. „Das müsste die Stadt dann mit der Bezirksregierung abstimmen“, so Sasserath.

 

Hintergrund der Bemühungen zum Schutz für die Anwohner ist die Gefährlichkeit der belastenden Partikel, die, je kleiner sie sind, umso tiefer in die Lunge eindringen. Feinstaub entsteht erstens dort, wo etwas verbrannt wird. Also in Automotoren, in der Industrie und in Heizungsanlagen. Zweitens entsteht Feinstaub dort, wo gröbere Teile fein zermahlen werden. Also durch den Abrieb von Autoreifen und Bremsen oder durch das Zermahlen von Rollsplitt.  Besonders in Großstädten werden erhöhte Werte gemessen, die  unter anderem durch Fahrzeuge ohne Dieselrußpartikelfilter hervorgerufen werden. Zu den Auswirkungen von Feinstaub gehört laut Weltgesundheitsorganisation WHO die Verstärkung von Allergiesymptomen und eine Zunahme der Todesraten bei Herz, Kreislauf- und Atemwegs­erkrankungen sowie Lungenkrebs. Feinstaub ist besonders schädlich für Kinder und vor allem für Kleinkinder – er erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen, verschlimmert Asthma und verursacht eine verminderte Lungenfunktion sowie Bronchitis.

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