Lärmgeplagte Bürger vom Piperlohof müssen weiter leiden: Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Planungsausschuss abgelehnt.

Ein gemeinsamer Antrag von Grünen und SPD in der Bezirksvertretung Hardt wurde am 12. März einstimmig verabschiedet. Mit dem Antrag sollte erreicht werden, dass die zugelassene Höchstgeschwindigkeit entlang der A52 im Bereich Hardt auf Tempo 100/h reduziert wird. Guter Dinge, dass nun endlich etwas geschieht, wurden die Antragsteller in der Sitzung des Planungsausschusses am 2. September enttäuscht.

 

Die Entscheidungsgewalt für eine Temporeduzierung liegt bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Vor einer Entscheidung holt diese eine fachliche Beurteilung des Landesbetriebs Straßen NRW ein. Herr Biewald von Straßen NRW Krefeld referierte in der Ausschusssitzung. Computerberechnungen hätten ergeben, dass nach Einführung eines Tempolimits bei den örtlichen Verhältnissen nur eine Lärmminderung von 1,8 dB erfolgen würde und diese sei für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar. Außerdem würden  die kritischen Grenzwerte von tags 70 dB und nachts 60 dB zur Zeit auch gar nicht überschritten. Auch werde der überproportionale LKW-Verkehr (10,7%-Anteil) durch ein Tempolimit nicht zur Lärmminderung beitragen, sondern zähle durch seine Abrollgeräusche zu den Hauptlärmverursachen. Fazit des Experten: Die Einführung eines Tempolimits sei also überflüssig. Weiter meinte der Verkehrsexperte, der Lärm müsse sich schon verdoppeln, damit dieser deutlich spürbar wäre; eine Verdoppelung des Verkehrs sei jedoch aus Kapazitätsgründen ausgeschlossen. Auf Anfrage der Grünen, ob die Lärmschutzwand entlang des Gewerbegebietes Tomphecke bei den Berechnungen mit berücksichtig worden sei, verneinte Herr Biewald dies. Die von den Anwohnern des Piperlohof  wahrgenommene deutliche Zunahme der Lärmbelästigung nach Aufstellen der Schallschutzwand beruhe, so der Vertreter von Straßen NRW Krefeld sinngemäß, vermutlich auf Einbildung.<s></s>

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Winfried Schulz, Ratsherr der Bündnisgrünen und Mitglied im Planungsausschuss dazu: „Damit die Bezirksregierung Düsseldorf zu dem Sachverhalt Stellung nimmt, appellierten wir grünen Vertreter an die Politiker aller anderen Fraktionen, dem Antrag zuzustimmen. Die Fraktionssprecher von CDU und SPD schlossen sich jedoch dem Vertreter von Straßen NRW Krefeld an und meinten, dass man sich diese Arbeit sparen solle; die Sachlage würde sich doch nicht ändern. Und dies, obwohl für neu zu bauende Autobahnen die zulässigen Dezibel-Höchstwerte auf 55 dB tags und 45 dB nachts reduziert wurden. Die Einsicht, dass Lärm krank macht ist also vorhanden“ .

 

„Von der Reduzierung der Höchstwerte bei Neubauten haben die belasteten Anwohner vom Piperlohof nichts und müssen nun weiter den Lärm ertragen“, so Gaby Brenner, Fraktionssprecherin der Bündnisgrünen in der Bezirksvertretung Hardt. Und weiter: „Wir geben so schnell nicht auf. Es kann nicht sein, dass am Computer errechnete Zahlen zur Ablehnung einer Maßnahme führen. Der Gesundheitsschutz der Anwohner muss Priorität haben. Wir prüfen zur Zeit die Möglichkeit von Lärmmessungen vor Ort.“

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