Städtische Bühnen: Alarmierender Abonnentenverlust

Die Städtischen Bühnen in Mönchengladbach verloren bisher  durch den Umzug in den Nordpark rund eintausend Abonnenten. Eine Entwicklung, die vorhersehbar war, meinen die Grünen.

 

Mönchengladbach. Dem Theater Mönchengladbach gehen zunehmend Abo-Kunden verloren: Nach Informationen von Bündnis90/Die Grünen haben bis dato gut eintausend Theaterfreunde ihre Abonnements gekündigt. Offensichtlich eine Folge des Umzugs in den Nordpark infolge der Sanierungsmaßnahmen des Hauses an der Odenkirchener Straße. „Es scheint, der Standort im Nordpark wird auch von bisher treuen Kunden nicht in der Form angenommen, wie sich das CDU und FDP erhofft hatten“, sagt Karl Sasserath, Fraktionssprecher der Bündnisgrünen. Bekanntlich hatten Bündnis90/Die Grünen schon vor zwei Jahren beantragt, den Betrieb während der Sanierungsmaßnahmen des Hauses an der Odenkirchener Straße in das leerstehende Schausspielhaus an der Hindenburgstraße zu verlegen. Entgegen der Auffassung der Verwaltung vertraten Theaterfachleute die Meinung, eine solche Übergangsnutzung sei dort möglich. CDU, FDP, SPD und FWG hatten die Prüfung dieses Grünen-Antrages indes abgelehnt.

 

Die Entscheidung zum Ankauf der ehemaligen Bundeswehrverpflegungshalle im Nordpark hatten der Mönchengladbacher Kulturdezernent Gerd Fischer (CDU) und die Entwicklungsgesellschaft getroffen, gestützt auf CDU und FDP, - allerdings ohne Beteiligung der damaligen Theaterleitung um Intendant Jens Pesel. Die jetzt eingetretene Entwicklung hatten die Theaterleute schon zu Beginn des Jahres befürchtet, sie hatten eine Ersatzspielstätte außerhalb des Stadtzentrums für völlig ungeeignet gehalten. „Die Krefelder haben das besser hingekriegt: im dortigen TaZ gab es ein Auslastung von 94 Prozent“, weiß Hans Schürings. „In Krefeld wurden Zuschauer aber auch nicht ins Abseits geschickt“, so der kulturpolitische Sprecher der Grünen im Hinblick auf die im Rat mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossene Ersatzspielstätte im Nordpark, die sich in der Nähe des Borussenstadions befindet. Eine Bushaltestelle direkt am so genannten Theater im Nordpark (TiN) gibt es übrigens nicht. Die Mönchengladbacher Grünen hatten sich daher zeitig für eine verbesserte Bus-Anbindung von Rheydt über Mönchengladbach zum TiN eingesetzt, waren aber mit diesem Vorschlag an den Gegenstimmen der übrigen Ratsfraktionen gescheitert.

 

Problematisch erweist sich nun auch der Umstand, dass die Vereinigten Bühnen über Monate hinweg keine Planungssicherheit hatten - viele notwendige Verpflichtungen für die Spielzeit 2009/2010 konnten nicht eingegangen werden. Das schlägt sich nun im neuen Programm nieder. Damit kommt der durch die unverantwortliche Taktik von CDU und FDP entstandene Schaden für das Theater mehr und mehr zum Tragen. „Jetzt müssen schnellstens geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit in Mönchengladbach verloren gegangene Abonnementen zurück- und neue hinzugewonnen werden“, fordert Karl Sasserath. „ Wir erwarten dazu umgehend Vorschläge von CDU, FDP, SPD und Verwaltung als den Befürwortern des TiN.“

 

Aus Sicht von Bündnis90/Die Grünen muss nach wie vor inhaltlich und konzeptionell geklärt werden, welches Theater es in Mönchengladbach künftig geben soll. Mönchengladbach, so Hans Schürings, brauche ein qualitativ hoch stehendes Vierspartentheater mit Orchester und eine bessere Organisationsform. Gespannt ist Schürings auf die Beantwortung der Frage, was das ganze Unternehmen TiN die Steuerzahler am Ende kosten wird.

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