Sammler will der Stadt weltgrößte Exlibris-Sammlung schenken

Der Mönchengladbacher Dr. Gernot Blum besitzt die weltweit größte Sammlung von Exlibris in Privathand, jenen künstlerisch gestalteten Graphiken für  Bücher, die verdeutlichen, wem das Buch gehörtBlum würde der Stadt seine einzigartige Sammlung übereignen, wenn dafür eine angemessene Unterbringung gesichert wäre. Die Grünen können sich als Ort dafür eine neu zu bauende Zentralbibliothek vorstellen.

Mönchengladbach.  Es ist ein kultureller Schatz von außenordentlicher Bedeutung, den der Mönchengladbacher Arzt Dr. Gernot Blum sein eigen nennt: Etwa 160.000 Blätter unterschiedlicher Techniken; Holzschnitte, Holzstiche, Radierungen, Kupferstiche, Lithografien hat er gesammelt, ergänzt um eine Literatursammlung von etwa 3.000 Bänden.

Ein kulturinteressierte Gruppe um den Fraktionsvorsitzenden der Mönchen-gladbacher Grünen Karl Sasserath stattete dem Sammler jetzt einen Besuch ab. Durch die Medien hatten sie von Gernot Blums Überlegungen erfahren, der Stadt Mönchengladbach seine private Exlibris-Sammlung schenken zu wollen. 

Die Sammlung, die durch die Archivierung nach Künstlern einen wissenschaft-lichen Aufbau hat, ist die größte private Sammlung der Welt. Gernot Blum hatte im Jahr 1956 als 17-jähriger seine Leidenschaft für die kleinen Graphiken, die ursprünglich nur als Eigentumsnachweis gedacht waren und sich später zu einer eigenen Kunstform entwickelten, entdeckt. Damals hatte ein Onkel ihm drei Exlibris geschenkt. 22 Jahre später wurde Blum Mitglied der deutschen Exlibris-Gesellschaft, deren Präsident er seit vielen Jahren ist. 

„Wir wollten uns vor dem Hintergrund der Debatte um den Neubau einer Zentralbibliothek in Gladbach inhaltlich mit einer der drei Sammlungen im Bibliotheksbestand beschäftigen“, erklärt Sasserath. Die Bibliothek an der Blücherstraße beherbergt neben der Volksvereinsbibliothek und der Franziskaner-Bibliothek bereits das Archiv der Deutschen Exlibris-Gesellschaft mit etwa 48.000 Exlibris. Im Fall der in Aussicht gestellten Schenkung würde ein weltweit einzigartiges Exlibris-Zentrum (über 200.000 Exlibris) entstehen können. Gernot Blum machte den grünen Kulturfreunden indes klar, dass eine sichere Unterbringung sowie die vereinbarte wissenschaftliche Betreuung der Sammlung eine zwingende Voraussetzung für die Schenkung sei. 

„Die einmalige Chance, diese herausragende künstlerische Sammlung zu sichern und mit den Büchern unserer Stadtbibliothek in einen Zusammenhang zu bringen, muss Mönchengladbach unbedingt nutzen. Die Stadt sollte deshalb alles daran setzen, dafür alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, meint Sasserath. Für die Unterbringung der Sammlungen hofft er wegen der überregionalen Bedeutung auf Fördergelder von Land und Bund. Sasserath kann sich einen zentralen Neubau vorstellen, der einem zukunftsweisenden Bibliothekskonzept entspricht und adäquate Ausstellungsmöglichkeiten für alle drei Sammlungen bietet.

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