Grüne luden ein: Kulturdialog über Fraktionsgrenzen hinweg

„Kultur ist geistige Lebensgrundlage der Menschen und öffentliches Gut. Kultur und Kunst gehören zu den Grundbedürfnissen der Menschen und sind Ausdruck des Selbstverständnisses einer Gesellschaft. Kulturelles Leben zu ermöglichen und zu fördern, ist Aufgabe des Staates und notwendiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.“ Mit diesen Sätzen beginnt die Begründung des Kulturfördergesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen Ziele und Möglichkeiten der grüne Landtagsabgeordnete Martin Abel am 26. September einer interessierten Runde im Café van Dooren näher brachte.

 

Abel machte in einem spannenden Dialog anhand unterschiedlicher Beispiele deutlich, welche Schwerpunkte die Landesregierung mit diesem Programm setzen will, das bundesweit einzigartig ist. In Prozenten machen die 180 Millionen Euro des Kulturhaushaltes nur 0,28 % des gesamten Landeshaushaltes aus. Damit aufgebaute Strukturen im Kulturbereich nicht nach begonnenen Projekten wieder wegbrechen, wird erstmalig ein Kulturförderplan aufgestellt. Dieses Zeichen sei gerade in Zeiten leerer Kassen laut Abel wichtig. Die anwesenden Kommunalpolitiker wissen auch aus ihrer lokalen Arbeit, wie hart der Verteidigungskampf gegenüber den anderen Bereichen bei den Haushaltsberatungen immer ist.

 

Die Kommune, so der grüne Landespolitiker, stelle die Infrastruktur sicher, während das Land mögliche Schwerpunkte setze. Das vorliegende Gesetz betone die partnerschaftliche Ergänzung von Land und Kommune. Martin Abel nennt ein Beispiel:  Mit 10,7 Millionen Euro wird das Projekt JEKI (Jedem Kind ein Instrument), das 2007 im Ruhrgebiet gestartet war, um jedem Kind eine musikalische Früherziehung zu bieten, auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgedehnt und um die Sparten Gesang und Tanz erweitert. Die Kommunen setzen das Projekt in den Kindergärten, Schulen und Musikschulen vor Ort um.

 

Das „schwarze Loch Programmkino“ in Mönchengladbach war im Verlauf des Abends ebenso Thema wie die Sonntagsöffnung öffentlicher Bibliotheken und der Balanceakt zwischen einem kostenintensiven Verwaltungs- und Personalapparat und der künstlerischen Arbeit am Beispiel Theater. Stichwort „Kultur-Infarkt“. Die Verteilung von Sponsorengeldern, die eine Stadt wie Mönchengladbach durchaus hat, wurde konstruktiv diskutiert.

 

„Aus den Krisen, in denen wir stecken – wie die Klimakrise oder die Finanzkrise – kommen wir ohne die Kultur nicht ´raus“ war einer der abschließenden Sätze des Grünen Abel, bevor er (mit zwei Gladbach-Souvenirs in der Tasche)  in die Landeshauptstadt Düsseldorf zurückfuhr. Die Gäste, darunter auch CDU- und SPD-Politiker, waren sich über die Bedeutung der Kultur zur schöpferischen Entfaltung der Menschen an diesem Abend in guter Atmosphäre einig.

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