Bündnis 90/Die Grünen zur Nachnutzung des Theaters im Nordpark: Hausgemachtes Problem der damaligen Mehrheit aus CDU und FDP

Karl Sasserath
Gaby Brenner

Eine Lösung zur Nachnutzung der Ausweichspielstätte des Theaters im Nordpark (TiN) gestaltet sich, wie erwartet, als sehr schwierig und ist bisher nicht in Sicht. 

 

Bereits 2008 schlugen die Bündnisgrünen vor, als Ausweichspielstätte das alte Stadttheater an der Hindenburgstrasse zu reaktivieren, das seit 1997 leer steht. Neben den Grünen setzten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie ein großer Teil der Beschäftigten des Theaters dafür ein. Die Nutzung des alten Stadttheaters hätte den Steuerzahler trotz erforderlicher Brandschutzmaßnahmen lediglich weniger als eine Million Euro gekostet.

 

Es war bekannt, dass die Errichtung eines Handels- und Dienstleistungszentrum sich durch die erforderliche europaweite Ausschreibung erheblich verzögern würde. Somit hätte der Nutzung des Alten Stadttheaters als Ausweichquartier (außer dem politischen Mehrheitswillen) nichts im Wege gestanden.

 

Alle Argumente der Grünen, u.a., dass eine Ausweichspielstätte zentral liegen und gut erreichbar sein sowie angesichts der desolaten Haushaltslage der Stadt kostengünstig errichtet werden musste, wurden ignoriert. Die Reaktivierung des alten Stadttheaters hätte gegenüber allen anderen Räumlichkeiten den großen Vorteil gehabt, ohne großen zeitlichen, technischen und finanziellen Aufwand kurzfristig spielfertig gemacht werden zu können.

 

Der Antrag der Grünen auf Prüfung des alten Stadttheaters als Ausweichspielstätte wurde leider von CDU, FDP, SPD und FWG abgelehnt. „Die Kündigung von ca. 1.000 Abonnements bestätigt unsere Meinung, dass eine Ersatzspielstätte außerhalb des Zentrums völlig ungeeignet sei“, so Karl Sasserath, Fraktionssprecher der Grünen. Der jetzige Leerstand und dadurch verursachte Mietausfälle waren vorhersehbar und hätten bei verantwortlichem Handeln der Politik verhindert werden können.

 

„Den unnötigen und vorhersehbaren finanzpolitischen Skandal müssen nun die Politiker der damaligen Mehrheitsfraktionen von CDU und  FDP gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern verantworten“, so Vorstandssprecherin der Grünen, Gaby Brenner.

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