Bekommt Mönchengladbach bald ein Textilmuseum?

Die Frage, ob es in Mönchengladbach endlich ein eigenständiges Textilmuseum geben wird, ist eigentlich falsch gestellt. Richtiger und aufschlussreicher wäre die Frage, warum es immer noch kein solches Museum im einstigen „Rheinischen Manchester“ und „Hauptplatz der deutschen Tuchindustrie“ gibt. Haben hier die Lokalpolitiker versagt oder einfach schlichtweg kein Interesse an der textilindustriellen Vergangenheit, die doch das heutige Mönchengladbach in vielfältiger Ausformung nachhaltig prägte. Darüber geredet wird seit ca. 30 Jahren. Hierzu OB Kandidat Karl Sasserath: "Wenn es eine identitätsstiftende Klammer im heutigen Mönchengladbacher Stadtgebiet geben sollte, dann doch die textilindustrielle Vergangenheit."

Im Jahr 1994 gab es Hoffnung ein textilgeschichtliches Museum, dass nicht nur die textile Technik, sondern auch die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der TextilarbeiterInnen dokumentierte, Wirklichkeit werden zu lassen. Damals wurde die sogenannte Schlossmühle in unmittelbarer Nähe von Schloss Rheydt angekauft. Dabei handelte es ich um eine ehemalige bis dahin genutzte Textilfabrik. Doch schon bald wurde das sogenannte „Filetstück“ dieser eigentlich idealen Fabrikanlage auf Initiative des damaligen Fraktionsvorsitzenden Herrn Bohnen und des damaligen Kämmerers Herr Nieland mit den Stimmen der CDU-Ratsfraktion an einen privaten Investor verkauft. Damit war die Aussicht auf ein funktionierendes und optimal angebundenes Textilmuseum geschwunden. Lediglich die alten Produktionshallen, die Heizungsanlage sowie einige Lagerräume blieben noch übrig.

Nach einem Workshop im März 2000 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Nachdem diese positiv ausfiel, beschloss der Stadtrat einen Förderantrag für ein „Textil- und Veranstaltungszentrum Schlossmühle“ beim Ministerium in Düsseldorf. Das Land NRW stellte (bis heute) einen Betrag von 7.174.000,- Euro zur Verfügung unter der Bedingung, dass die Stadt Mönchengladbach noch 1.948.000,- Euro selbst dazusteuerte. Einziges Problem: die Suche nach einem Betreiber dieses Unternehmens. Die Stadt Mönchengladbach selbst wollte dort nicht aktiv werden, sondern nur „Untermieter“ spielen.

Nach langer Suche wurde Ende 2003 schließlich der Internationale Bund (IB), ein freier Träger der Jugend,- Sozial- und Bildungsarbeit, gefunden. Nach einem positiven Gutachten ist der IB nunmehr bereit, das Unternehmen in Angriff zu nehmen, jedoch unter der Bedingung einer gemeinsamen GmbH mit der Stadt Mönchengladbach, ähnlich der GmbH zur Realisierung der Parklätze im Nordpark. Dies stößt jedoch bei CDU und SPD auf taube Ohren. "Daran darf meiner Meinung nach jedoch ein solch wichtiges und für ganz Deutschland einzigartiges Projekt nicht scheitern." so Hans Schürings, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

"Die Chancen für die Realisierung eines Textilmuseums in Mönchengladbach stehen schlecht, trotz nachhaltiger Interventionen von Bündnis 90/Die Grünen. Es ist zu befürchten, dass die Schlossmühle an einen privaten Investor verkauft werden soll", so Karl Sasserath und weiter: "Auch wenn dies geschehen sollte, die textilindustrielle Vergangenheit lässt sich nicht so einfach vom Tisch wischen, dafür macht sich Bündnis 90/Die Grünen auch in Zukunft nachhaltig stark."

Bündnis 90/Die Grünen werden sich auf der Sitzung des Kulturausschusses am 8.07.2004 dagegen aussprechen, dass das Projekt Schlossmühle nicht mehr weiter verfolgt wird. „Wir stehen weiter zur Verantwortung gegenüber der textilindustriellen Vergangenheit Mönchengladbachs“, so Karl Sasserath.

 

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