Zu häufige Düngung mit Gülle treibt den Wasserpreis hoch

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Weil immer mehr Gülle und Mist auf die Felder ausgebracht wird, ist das Trinkwasser in Deutschland sehr stark belastet. Nicht umsonst hat die EU Deutschland wegen der Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit verklagt. Wie das Umweltbundesamt jetzt in einer neuen Studie darstellte, werden in einem Viertel aller Wasserspeicher die zulässigen Nitrat-Grenzwerte überschritten. Um das Trinkwasser sauber zu halten, müssen vielerorts teure Verfahren eingesetzt werden. Ein Problem, das auch die Kunden des kommunalen Wasserversorgers NEW AG betreffen dürfte.

So plant dem Vernehmen nach auch die NEW die Wasserpreise deutlich zu erhöhen, weil der Gestehungspreis für Wasser wohl nicht mehr kostendeckend ist. Somit tragen aber nicht die Verursacher der steigenden Nitratbelastung im Grundwasser die Kosten für die ansteigenden Wasserpreise, sondern vielmehr die Wasserkunden. „Die Nitrat-Überbelastung von Böden und Gewässern ist ja seit Jahren bekannt, die aktuelle Untersuchung des Umweltbundesamtes untermauert dies einmal mehr“, sagt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. Angesichts dieser unhaltbaren Zustände fordert er, nun endlich das Verursacherprinzip konsequent auf die industrielle Landwirtschaft anzuwenden.

Der Grünen-Politiker steht mit seiner Forderung nicht allein: Auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), die Interessenvertretung der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland - er vertritt unter anderem die kommunalen Wasserversorger – hatte Ende letzten Jahres ein neues Düngerecht gefordert. Die Bundesregierung, so der VKU, müsse möglichst rasch vollziehbare Vorgaben in der Düngeverordnung vorlegen, die es den zuständigen Behörden ermögliche, die Anwendung von Düngemitteln wirkungsvoll zu kontrollieren und bei Nichteinhaltung auch zu sanktionieren.

Im Frühjahr hatte die Bundesregierung von CDU und SPD zwar strengere Dünge-Regeln beschlossen - Umweltschützern reicht diese Gesetzesänderung aber bei Weitem nicht aus. Der Kritikpunkt: Nach dem neuen Gesetz lande nicht weniger Gülle auf den Feldern, sie werde nur anders verteilt. „Das Problem ist ja, selbst wenn das Ausbringen von Gülle sofort untersagt würde, blieben die Nitratwerte trotzdem die nächsten zehn Jahre lang weitgehend unverändert“, sagt Sasserath. Bis die Belastung deutlich zurückgehe, dauerte es gut drei weitere Jahrzehnte. „Vielleicht wäre hier die Erhebung einer Abgabe auf synthetischen Stickstoff sowie auf Eiweißfuttermittelzukäufe ein gutes Steuerungselement, die Stickstoffdüngung zu verringern.“

Sasseraths grundsätzliche Kritik richtet sich jedoch weiter gegen die Massentierhaltung und deren Folgen. „Uns Grünen geht es um die Beseitigung der Ursachen der Gewässerbelastung und den Tierschutz“, betont er. „Eine  Fleischindustrie die ständig auf mehr Billigfleisch setzt, geht zulasten einer artgerechten Tierhaltung, der Wasserqualität und der Arbeitsbedingungen von Beschäftigten. Hier brauchen wir eine Wende.“

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