Windenergie-Nutzung: Bezirksregierung erarbeitet derzeit neuen Regionalplan

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 15 Prozent der nordrhein-westfälischen Stromerzeugung in NRW aus Windenergie bereitzustellen. Grund: Durch den hohen Anteil an Kohleverstromung in NRW müssen angesichts der Emissionsreduktionsziele der Bundesregierung in Höhe von 80-95 Prozent des Kohlendioxidausstoßes bis zum Jahr 2050 klimafreundliche Alternativen geschaffen werden. Daher setzt man auf Erneuerbaren Energien. Der große Vorteil der Erneuerbaren ist vor allem die dezentrale Erzeugung des Stroms, verbunden mit einer kommunalen Wertschöpfung. Dazu kommt der Gesundheitsaspekt:  „Von Wind, Wasser uns Sonne gehen keine gesund¬heitlichen Beeinträchtigungen aus – im Gegensatz zur Kohleverbrennung“, stellt Karl Sasserath, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach, fest.


Die Kohle-Emissionen aus den Kraftwerken tragen nicht nur Unmengen von Kohlendioxyd in die Atmosphäre und heizen diese auf:  Sie tragen vor allem auch ganz massiv zur Feinstaub-Problematik bei und sind mit verantwortlich für die starke Zunahme von Atemwegs-erkrankungen. Neben den Effekten für eine klimafreundliche Energieversorgung, einer Wertschöpfung vor Ort und der Gesundheit sprechen überdies auch wirtschaftspolitische Argumente für den Ausbau der Windenergie in NRW. In der Windenergiebranche waren 2010 in NRW 7.229 Menschen beschäftigt bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden Euro.   


Zurzeit arbeitet die Bezirksregierung Düsseldorf an einem neuen Regionalplan. Dieser soll unter anderem auch zusätzliche so genannte Konzentrationsflächen für die Windenergie-Nutzung enthalten. „Nach unseren Informationen ist aus diesem Grund noch kein offizielles Planverfahren eingeleitet worden“, sagt Karl Sasserath.  In diesem Verfahren, so der Grünen-Fraktionschef weiter, wäre die Stadt Mönchengladbach dann zu beteiligen.


Hintergrund: Auf Regierungsbezirksebene entscheidet der Regionalrat im Rahmen des Regionalplans, ob und wo Windenergieanlagen aufgestellt werden. Auf kommunaler Ebene erfolgt danach eine Steuerung über den verwaltungsverbindlichen Flächennutzungsplan als vorbereitender Bebauungsplan. Dort können Konzentrationszonen festgelegt werden. In Mönchengladbach gibt es derzeit zwei Standorte für Windkraftanlagen, in Wanlo und Piperlohhof. Darüber hinaus plant die NEW AG zwei weitere Standorte nahe des Hardter Waldes und des Buchholzer Waldes. „Bei der Ausweisung von Gebieten in Regional- oder Flächennutzungsplänen wird unterschieden zwischen Vorrang- und Eignungsgebieten“, erläutert Karl Sasserath. Bei der Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergie müsse der Windenergie in diesen Gebieten ein Vorrang eingeräumt werden, es sei jedoch möglich, noch andere Gebiete außerhalb der Vorranggebiete für Windanlagen zu nutzen. In Eignungsgebieten habe die Windenergie ebenfalls einen Vorrang vor anderer Nutzung. Außerhalb der Eignungsgebiete werden Windenergieanlagen jedoch ausgeschlossen.

Schon frühzeitig hatte sich die Mönchengladbacher Grünen-Fraktion dafür ausgesprochen, hinsichtlich einer Windkraftnutzung insbesondere das JHQ-Gelände ins Auge zu fassen. Nach Auffassung von Karl Sasserath sind hinsichtlich der Standortwahl für Windräder die Interessen von Anwohnern gegenüber der Herstellung einer sicheren und sauberen Energieversorgung abzuwägen. Dies habe im Rahmen einer entsprechenden Analyse stattzufinden. Sasserath: „Für die Durchführung einer solchen Analyse sprechen wir uns uneingeschränkt aus.“

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