Umweltverträglichkeitsprüfung der Landesstraße19 : Lebensqualität in Giesenkirchen wird erheblich beeinträchtigt, warnen Bündnis 90/Die Grünen

„Die in den letzten Monaten in der Bezirksvertretung Giesenkirchen und im Rat der Stadt Mönchengladbach durch CDU und FDP getroffenen Entscheidungen im Rahmen von „Giesenkirchen 2015“ und für den Bau der Landstraße L19 durch den Niersgrünzug , verschlechtern zunehmend den Lebensraum und die Lebensqualität im Stadtteil Giesenkirchen.“ Zu dieser Einschätzung kommt Hajo Siemes, Bezirksvertreter von Bündnis90/Die Grünen.

 

Der nun zur Beratung vorgelegte Verkehrsentwicklungsplan (VEP) geht von der weiteren Planung der L19 aus und vernachlässigt dadurch eindeutig die Planung der notwendigen Ortumgehung Ruckes. Auf der Trasse der vorher geplanten A44 entlang der Niers findet zur Zeit laut Vorentwurf des VEP die Umweltverträglichkeitsprüfung statt. Anschließend soll die Planung zur „Linienfindung“ durchgeführt werden. Sollte die Umweltverträglichkeitsprüfung positiv ausfallen, kann vom Bau der L19 entlang der Niers ausgegangen werden. „Damit würde das gesamte Naherholungsgebiet unwiderruflich zerstört werden“, betont Hajo Siemes.

 

Aber auch die Planungen im Rahmen des Projektes „Giesenkirchen 2015“ zerstören Lebensraum und Umwelt. Eine noch intakte Sportanlage „Puffkohlen“ soll zwecks Bebauung aufgegeben werden. Diese Sportanlage wird nicht nur täglich von Sportvereinen und Schulen genutzt, sondern auch von Kinder aus dem Wohnumfeld, die dort ihre Freizeit verbringen.  Mehrere Tausend Bürgerinnen und Bürger haben bereits ihren Unmut über dieses Vorhaben durch ihre Unterschriften für ein Bürgerbegehren geäußert. Das von CDU und FDP neu geplante Sportgelände an der Stelle des ehemaligen Freibades in Giesenkirchen würde erhebliche Eingriffe in die Natur nach sich ziehen. Es müssten über 100 unter Schutz stehende Bäume gefällt werden, ein Eingriff in den Landschaftsschutz wäre unumgänglich. „Anstatt dieses Gelände neu zu bebauen, sollte es besser dem Landschaftsschutz angepasst werden und der Naherholung dienen“, erklärt Hajo Siemes.

 

Auch die Entscheidung, den Flächennutzungsplan nördlich der Konstantinstraße auf dem Gelände der Firma Lambert zu ändern, führt zu erheblichen Eingriffen in die Natur. Ein schützenwertes Biotop, in dem viele auch auf der „Roten Artenschutz-Liste“ stehende Vogelarten vorkommen, wird durch dieses Planungsvorhaben zerstört.

Bündnis90/Die Grünen fordern die Entscheidungsträger von FDP und CDU auf, endlich von Großbauprojekten dieser Art Abstand zu nehmen und ihre Entscheidungen im Einklang mit der Natur und dem Willen der Menschen in den Stadtteilen zu treffen. „Die Wohnqualität im Stadtteil Giesenkirchen darf sich nicht weiter verschlechtern, das Naherholungsgebiet entlang der Niers muss erhalten werden“, fordert Siemes.