Trittin soll bei Merkel für Tihange-Stilllegung werben

Ehrung beim Neujahrsempfang: (v.li.) Karl Sasserath, Anita Parker, Hüseyin Pehlivan, Gerd Schaeben, Jürgen Trittin, Peter Walter, Ali Cinkilic. Foto: Hoek

Mönchengladbach. Unter seiner Amtsführung als Bundesumweltminister wurden die Energiewende und der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen: Jürgen Trittin, grüner Spitzenpolitiker, war Ehrengast beim Neujahrsempfang der Mönchengladbacher Bündnisgrünen am Freitag, 20. Januar 2017. Kein Wunder also, dass Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath mit einem Thema auf den Politpromi zukam, das die hiesigen Grünen und viele Menschen in der Region bewegt: der Schrottreaktor im belgischen Tihange, Luftlinie 100 Kilometer von Gladbach entfernt. Sasserath bat Trittin, Bundeskanzlerin Angela Merkel aufzufordern, die Stilllegung des AKWs in Tihange zur „Chefinnen-Sache“ zu machen und auf die belgische Regierung einzuwirken, den atomaren Schrottmeiler endlich für immer vom Netz zu nehmen. Dazu überreichte er dem grünen Bundespolitiker einen gelb-schwarzen Regenschirm der Initiative für eine Stilllegung des AKWs. „Belgien kann von Deutschland aus mit ökologischem Strom versorgt werden. Die Möglichkeiten, die uns die Europäische Einigung bietet, sollte hierzu als Chance genutzt werden“, betonte Sasserath.

Jürgen Trittin nahm vor den über 200 Gäste in der Aula des Gymnasiums an der Gartenstraße das Erstarken rechter Parteien, insbesondere der AfD, in den Fokus seiner Rede, thematisierte den Terrorismus und, damit verbunden, die innere Sicherheit. Auf der einen Seite, so Trittin, fordere die politische Rechte von Horst Seehofer bis zu AfD und NPD dem Terror mit Abschottung zu begegnen. Auf der anderen Seite stehe die realistische Antwort, „dass wir uns vor dieser globalisierten Welt nicht abschotten können.“ Trittin: „Hier steht ein haltloses Versprechen gegen eine unbequeme Wahrheit.“ In Anspielung auf die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten zitierte er den für seine „Gefängnishefte“ bekannten italienischen Linken Antonio Gramsci (1891–1937) und betonte, dass nur ein gemeinsames Europa eine starke Antwort auf Donald Trump wie die Internationale der Autokraten von Putin bis Erdogan geben könne. Dies zu erreichen werde schwer. Doch mit Gramscis „Pessimismus des Verstandes und dem Optimismus des Willens“ sei es zu schaffen.

Anschließend nutzten die Landtagskandidaten der Mönchengladbacher Grünen, Boris Wolkowski und Lena Zingsheim, die Gelegenheit, sich vorzustellen; Bundestagskandidat Peter Walter freute sich, nach 17 Jahren den alten Mitstreiter Trittin wieder in Mönchengladbach begrüßen zu können. Zum Schluss des offiziellen Teils ehrte Anita Parker, Sprecherin des Kreisverbandes, mit Karl Sasserath, Gerd Schaeben, Ali Cinkilic und Hüseyin Pehlivan gleich vier Grüne für 25-jährige Parteimitgliedschaft.


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