Tagebau: RWE will Umwelt länger belasten als bekannt

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Der Tornado, der unlängst Teile Schwalmtals und Boisheims verwüstete, ist eine Folge der Erderwärmung - an Ereignisse wie dieses wird man sich gewöhnen müssen. Klimamodelle projizieren eine Abnahme der Schneefall-menge, eine Zunahme von Starkniederschlägen, Sturmschäden und ein Steigen der Waldbrandgefahr. Und natürlich wird der Meeresspiegel steigen, wenn bis 2100 die Gletscher der Welt zusammen ein Drittel ihrer Masse verloren haben.

Um zumindest ein weiteres Ansteigen dieses Pegels zu verhindern, ist es aus Sicht von Klimaforschern unerlässlich, bis Ende dieses Jahrhunderts die Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu begrenzen. Dafür ist es nach Darstellung des Potsdamer Instituts für Klimafolgen¬forschung zwingend erforderlich, bis 2030 die Kohleverstromung zu beenden. CO2 ist schädlich fürs Klima, weil es die Wärmeabstrahlung von der Erde absorbiert und so die Atmosphäre aufheizt.

Ist das Meer ist von Mönchengladbach aus weit - die Ursachen für den Anstieg des Meeresspiegels sind es nicht: Drei der zehn klimaschädlichsten Kohlekraft-werke in der EU befinden sich von der „Vitusstadt“ aus fast in Sichtweite. RWE betreibt im Rheinischen Braunkohlerevier mit Neurath, Niederaußem und Weisweiler drei Kraftwerke, die bei der Kohleverstromung große Mengen des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids (CO2) in die Luft blasen – zusammen haben Niederaußem und Weisweiler mit jährlich 45.5 Mio. Tonnen den höchsten CO2-Ausstoß aller Kraftwerke weltweit -, dazu erhebliche Mengen des gesundheits-schädlichen Quecksilbers (2012 über 1.500 Kilogramm) und Feinstaub.

Für Mönchengladbach und die Region erfordert die Gewinnung der Braunkohle zudem großflächige Grundwasserabsenkungen. „Dazu kommt, dass der Betreiber RWE durch den Tagebau die Landschaft verwüstet; Dörfer und Kulturraum verschwinden unwiederbringlich und Menschen verlieren ihre Heimat“, sagt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. RWE fördert jedes Jahr rund 100 Millionen Tonnen Braunkohle. Auf Infotafeln am Tagebaurand hatte der Konzern einen „Abbau bis 2045“ angedeutet.

Das aber ist nur die halbe Wahrheit, weiß Karl Sasserath: „RWE beabsichtigt, Garzweiler II auch im Rahmen nicht energetischer Rohstoff¬gewinnung über den Zeitraum der Laufzeit der Braunkohlekraftwerke hinaus zu betreiben“, sagt er. Die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt würden somit noch länger fortgesetzt, kritisiert der Grünen-Politiker.  Aus seiner Sicht gilt es, mit klaren gesetzgeberischen Vorgaben diesen Begehrlichkeiten von RWE von vorn herein entgegen zu wirken.

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