Studie: Brennpunkte des Klimawandels in Deutschland

Inwiefern wird sich das Wetter in Deutschland bis zum Jahr 2050 verändern und welche Auswirkungen hat dies auf die verschiedenen Regionen, wenn es keine wesentliche Trendumkehr beim CO2-Ausstoß gibt?

Die aktuelle Forschungslage zu dieser Frage hat die grüne Bundestagsfraktion in einer Studie zusammengefasst.

Betroffen von den Auswirkungen der Klimakrise sind insbesondere der Osten Deutschlands, die südlichen Bundesländer und Nordrhein-Westfalen. Im Einzelnen sind die Folgen:

·         Noch mehr Regen an Rhein und Ruhr. Steigende Winterniederschläge lassen Hochwassergefahr in NRW und Süddeutschland steigen.

·         Hitzestress und damit steigende Mortalitäten in Großstädten wie Köln, Stuttgart oder Berlin. Temperaturen liegen im Sommer jetzt schon teilweise zehn Grad über denen des Umlandes.

·         NRW: Borreliose übertragende Zecken werden aufgrund der steigenden Temperaturen auch in NRW heimisch.

·         Stromnot im Schwabenland: Die Flüsse werden im Sommer so aufgewärmt sein, dass eine Kühlung der Kohlekraftwerke kaum noch funktionieren wird. Weitere Abwanderung der Stromproduktion in den Norden.

·         In den bayrischen Alpenregionen werden Temperaturen fast doppelt so stark steigen wie im bundesweiten Durchschnitt. Dadurch werden nur noch zwei Gebiete schneesicher sein (Zugspitze und Nebelhorn). Bei fast allen anderen Gebieten werden auch Schneekanonen nicht helfen.

·         Waldbrandgefahr steigt: In Thüringen gibt es momentan an sieben bis elf Tagen im Sommer eine hohe Waldbrandgefahr. In Zukunft werden es bis zu 30 Tage sein.

·         In häufiger vorkommenden Niedrigwasserperioden werden Bauern nicht wie bisher ihre Felder wässern können.

·         Allergien: Die Pollenflugsaison hat sich in den letzten 30 Jahren bereits um zehn bis zwölf Tage verlängert. Eine weitere Ausdehnung ist zu erwarten. Hinzu kommt, dass bisher nicht heimische Pflanzen einwandern. Diese Neophyten wie die aus Nordamerika stammende Beifuß-Ambrosie haben ein hohes allergenes Potenzial.

·         Risiken durch erhöhte UV-Strahlung beziehungsweise UV-Strahlen-Exposition: Die Anzahl an Hautkrebserkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen, sie verdoppelt sich alle 10 bis 15 Jahre. Dieser Trend dürfte weiter gehen.

 

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