Standort Biogasanlage: Krings lässt Verdrehung der Tatsachen zu

In einem Zeitungsinterview hat der Mönchengladbacher CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings verlautbaren lassen, die Ampel-Mehrheit hätte die Frage des Standorts der Biogasanlage faktisch schon vorab entschieden. Die Mönchengladbacher Grünen verweisen darauf, dass diese Polemik in der Sache falsch ist. Der Standort Wanlo wurde nämlich schon vor der Kommunalwahl 2009 festgelegt – unter einer Ratsmehrheit von CDU und FDP.

 

Mönchengladbach. Das Großprojekt „Stuttgart 21“ sorgt unter den Christdemokraten hierzulande vermehrt für Unruhe. Derartige Projekte am Bürger vorbei zu installieren, das scheint das Wahlvolk immer weniger hinnehmen zu wollen. In einem Interview mit einer Mönchengladbacher Printorgan nahm der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) nun Stellung zum Thema und versuchte zu erläutern, was aus „Stuttgart 21“ für den umstrittenen Standort einer Biogasanlage in Wanlo gelernt werden kann.

 

Krings lässt in diesem Zusammenhang in einem verquasten Stil verlautbaren, er habe von vielen Bürgern gehört, diese hätten den Eindruck, die Standortfrage wäre von der Ampel-Mehrheit faktisch vorab schon entschieden worden. „Wenn Herr Krings zur Biogasanlage von vielen Bürgern gehört haben will, den Standort Wanlo habe die derzeitige Ratsmehrheit von SPD, Grünen und FDP vorab festgelegt, so hat er diese Bürger entweder absichtlich für dumm verkauft oder er hat es zumindest versäumt, die Bürger aufzuklären und hat ihnen Tatsachen vorenthalten, die ihm bekannt sein müssten“, sagt Uli Laubach, Vorstandssprecher der Mönchengladbacher Grünen.

 

In der Tat hatte nämlich die städtische EWMG/ WMFG dem Energieversorger NVV den Standort Wanlo als einzigen möglichen Standort in Mönchengladbach empfohlen. Das geschah nach Informationen aus dem NVV-Vorstand lange vor der Kommunalwahl am 30. August 2009. Ein Alternativstandort war laut EWMG/ WMFG nicht vorhanden.

 

„Der Standort wurde offensichtlich vor der Kommunalwahl 2009 festgelegt, zu einem Zeitpunkt, als die CDU die Mehrheit sowohl im Rat als auch in den Aufsichtsräten der NVV AG sowie bei EWMG und WMFG stellten“, macht Uli Laubach klar. Den Vorsitz des Aufsichtsrats  der NVV AG hatte seinerzeit der frühere CDU-Ratsherr Rainer Brandts inne.

Aufsichtsratsvorsitzender der EWMG war zu diesem Zeitpunkt Dr. Anno Jansen – Winkeln, Aufsichtsratsvorsitzender der WFMG Oberbürgermeister Norbert Bude.

 

Weitere Mitglieder im Aufsichtsrat der NVV AG waren zu diesem Zeitpunkt FWG-Ratsherr Erich Oberem (beratendes Mitglied) sowie FDP-Ratsfrau Nicole Finger. „Die Entscheidung für die Biogasanlage wurde im Aufsichtsrat zu einem Zeitpunkt getroffen, bei dem die Grünen weder im Aufsichtsrat der NVV AG noch im Aufsichtsrat der WFMG vertreten waren“, stellt Laubach klar. „Wann und wo haben die Mönchengladbacher Grünen sich für den Standort Wanlo ausgesprochen?“, lautet seine Frage an den CDU-Bundestagsabgeordneten. „Herr Dr. Krings sollte doch den Wahrheitsgehalt seiner Aussage bezogen auf die Grünen als Teil der Ampel einmal genauer erklären.“

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