So lässt sich die Energiewende im privaten Haushalt einläuten

Diether Brüser
Jürgen Küsener

Mönchengladbach. „Ökoumlage treibt den Strompreis" - so stand es regelmäßig auf den ersten Seiten der Presse.  Kein Tag vergeht inzwischen, an dem nicht über die „Energie-Wende“ und die damit verbundenen hohen Kosten berichtet wird. Obwohl die Preise an der Strombörse seit Jahren dank der erneuerbaren Energien sinken, steigen für den Endverbraucher die Preise.

Um die Energiekosten wenigstens im privaten Bereich in den Griff zu bekommen, haben zwei Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach eine Lösung gefunden, weniger Strom zu verbrauchen und somit die laufenden Kosten zu senken. Diether Brüser  lebt in einem Zwei-Personenhaushalt im eigenen Haus und hat einen jährlichen Stromverbrauch von 1600 kWh. Er hat in den letzten Jahren folgende Veränderungen durchgeführt: Vor vier Jahren gab es eine neue Küche, mit neuem Kühlschrank / Backofen / Spülmaschine – alles gute Energiesparer, aber nicht die absolute Oberklasse, gekocht wird seitdem mit Gas. Die Beleuchtung in viel genutzten Räumen ist komplett auf LED umgestellt worden. Der neue Fernseher ist nicht im XXL-Format und wurde nach dem Energieverbrauch (auch Standby) ausgesucht. Bei PC, Laptop, Drucker und Router werden Energiespareinstellungen genutzt, PC schaltet Master-Slave-Steckdosenleiste. Die alte Heizungspumpe wurde gegen ein energieeffizientes Sparmodell ausgetauscht. Die Waschmaschine ist noch ein Oldie, aber läuft problemlos und ist deshalb zu schade zum Austauschen. Der Wäschetrockner steht seit vier Jahren als Notfalloption in der Garage - wird in der Zwischenzeit aber nicht mehr vermisst.  Warmwasser wird ohnehin über die Gasheizung erzeugt.

Von den insgesamt verbrauchten 1600 kWh werden 600 kWh von der Photovoltaikanlage erzeugt und direkt verbraucht, Spül- und Waschmaschine laufen deshalb möglichst nur bei Sonnenschein. Dieser Strom ist natürlich nicht wirklich umsonst, sondern erforderte eine Investition.

Es werden also nur 1000 kWh zugekauft, der monatliche Abschlag beim Ökostromanbieter beträgt gerade mal 31 €.

 

Jürgen Küsener hat den Stromverbrauch ebenfalls reduziert. Von 3678 kWh Strom im Jahr 2004 auf 1593 kWh im Jahr 2013. Im Jahr 2004 (fünf Personen, kleines Reihenhaus) lag er beim Spitzenverbrauch von 3678 kWh. Die ersten klassischen Leuchtmittel wurden gegen Energiesparlampen getauscht. Ein defekter Desktop-Computer wurde durch einen Laptop (2005) ersetzt. Computer bekamen Flachbildschirme und überall wurden Steckdosenleisten mit Ein-Aus-Schalter eingesetzt. Bei verschiedenen elektrischen Geräten wurden Ein-Aus-Schalter in die Zuleitung gebaut. Generell wurde mehr auf den Umgang mit Strom geachtet. Neue Elektrogeräte (Kühlschrank, Netbook, Waschmaschine) wurden angeschafft, alles nach den besten Stromsparklassen. Ab 2008 wurden Akkugeräte dauerhaft vom Netz genommen und nur noch geladen wenn sie leer waren. Der Wäschetrockner verschwand nach fast zwölf Jahren ersatzlos. Eine Telefonanlage mit Faxgerät und stromintensiven Endgeräten wurde entsorgt. Erste LED-Lampen wurden in Gebrauch genommen. Die Heizungspumpe wurde 2013 anders geschaltet und läuft nun viel weniger. Die Warmwasserbereitung erfolgt bei Jürgen Küsener mit Gas und das Kochen / Backen ebenfalls. Es hat sich gelohnt: der Jahresverbrauch 2013 lag bei erstaunlich wenigen 1593 kWh Strom, für den Drei-Personenhaushalt.

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