Planungen für Kita-Ausbau sind absolut unzureichend

Karl Sasserath.
Dr. Gerd Brenner.
Georg Weber.

Zum Kindergartenbedarfsplan 2018/2019 und zu den Ausbauplanungen der Stadt erklären Karl Sasserath, Fraktionssprecher, Dr. Gerd Brenner, jugendpolitischer Sprecher und Georg Weber, planungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach:

„Die Stadtverwaltung malt die Kita-Situation in Mönchengladbach in rosigen Farben. Sie tut das wider besseres Wissen, denn die harten Fakten zeigen ein ganz anderes Bild: Nur noch 87,2 Prozent der Kinder über drei Jahren erhalten zu Beginn des neuen Kindergartenjahres am 01.08.2018 einen Kita-Platz; die anderen gehen leer aus. Damit wird die Versorgung mit Kita-Plätzen noch einmal um 2 Prozent schlechter sein als im Vorjahr. Bereits da war die Lage sehr angespannt. Trotz eines Rechtsanspruchs der Eltern auf einen Kita-Platz für ihr Kind verschlechtert sich die Situation seit Jahren: Zwischen 2016 und 2018 ging die Versorgungsquote für die 3- bis 6-Jährigen von 95,7 Prozent auf jetzt nur noch 87,2 Prozent zurück. In Giesenkirchen sind es aktuell 82 Prozent, ebenso im ganzen Bezirk West; in Rheydt-West sind es gar nur 66 Prozent. In umliegenden Kommunen sieht es deutlich besser aus. So hat zum Beispiel das benachbarte Schwalmtal seit Jahren eine Vollversorgung von fast 100 Prozent.

Auch für Kinder unter drei Jahren gehen die Versorgungsquoten in Mönchengladbach seit ein paar Jahren deutlich nach unten, und zwar von 38,0 Prozent im Jahr 2016 auf aktuell 33,1 Prozent. Eine Elternbefragung ergab zuletzt, dass 49,7 Prozent der jungen Familien für dieses Alterssegment einen Kitaplatz brauchen. Für junge Familien hat Mönchengladbach inzwischen einen gravierenden Standortnachteil, der dringend behoben werden muss. Eine „wachsende Stadt“ bzw. „mg+“ kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn die soziale Infrastruktur (Kitas, Ogata-Plätze, Offene Jugendarbeit) gar nicht mitwächst. Es fehlt ein Gesamtkonzept für eine zukunftsträchtige Stadtentwicklung.

Die Stadt hat zu lange fälschlicherweise darauf gesetzt, dass der Markt alles regeln würde, indem sie die Investorenverantwortung fast komplett an Dritte abgab. Als Folge dieses Handelns verfügt sie nun nicht mehr über genügend Handlungskontrolle, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz aus eigener Kraft sicherstellen zu können. Wir Grünen sprechen uns daher dafür aus, dass die Verwaltung für den Bereich der Kindergartenbedarfsplanung umgehend ein Ausbauprogramm auflegt und durch eigene Bauvorhaben über EWMG, Kreisbau AG und GWSG in diesem und in den kommenden zwei Jahren die rechtlich notwendige Versorgung mit Kindergartenplätzen sicherstellt.  

Über unseren entsprechenden Antrag wird der Rat am 21. März entscheiden.“

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