Plakataktion „Kohle zerstört Zukunft“ startet

Mönchengladbach. Die Kirche St. Lambertus im benachbarten Erkelenz-Immerath war gut 130 Jahre lang ein Wahrzeichen der Region. Das Kirchengebäude, besser bekannt als „Immerather Dom“, ist längst abgerissen, es musste dem Braunkohletagebau Garzweiler weichen, weil Tagebaubetreiber RWE Power nicht darauf verzichten will, die darunter liegende Kohle zu fördern. Unterdessen wächst in weiten Kreisen der Bevölkerung die Einsicht, dass ein langfristiges Festhalten an der Kohleverstromung aus vielerlei Gründen nicht mehr zu verantworten ist.

Reinhard Noffke, Anwohner im Mönchengladbacher Stadtteil Wickrathhahn, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Folgen der Umweltzerstörung. Angesichts eines seit den neunziger Jahren nahezu gleichbleibenden Anteils der Braunkohle an der Stromproduktion, einer beständig zunehmenden Mobilität sowie eines weiter steigenden Konsums stellt er fest: „Wir sind dabei, den Zeitrahmen für jetzt noch wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu verfehlen.“ Nach seiner Auffassung „sollte inzwischen das Verständnis für die Notwendigkeit entschiedener, zum jetzigen Zeitpunkt möglicherweise als drastisch empfundener Maßnahmen zum Schutz unseres irdischen Lebensraumes vorhanden sein.“

Noffke verweist auf die in den letzten Jahren weltweit zu beobachtenden klimatischen Wetterextreme: „Nach der in diesem Jahr von April bis Oktober herrschenden Trockenheit haben auch wir Mitteleuropäer eine erste Vorstellung davon, was uns in unmittelbarer Zukunft erwarten könnte.“ Für ihn ist klar: Ein zügiger Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung ist der klimapolitisch wichtigste Ansatz für eine rasche Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Um dies zu verdeutlichen, hat Reinhard Noffke eine Plakataktion initiiert, die am Mittwoch, 14. November beginnt. Dann werden auf Werbeflächen der Fa. Ströer im öffentlichen Raum an insgesamt 77 Standorten der Region Plakate zu sehen sein. Auf Fotos, die die Umweltzerstörung klar und deutlich zeigen, weist der Leitspruch „Kohle zerstört Zukunft“ unmissverständlich auf die Folgen des Braunkohletagebaus hin. Unterstützt wird die Aktion von Bündnis 90/Die Grünen, vom NABU NRW und dem Bündnis „Buirer für Buir“.

„Es geht nicht um die Verurteilung einzelner Akteure, sondern um eine uns allen viel abverlangende Änderung eines schon lange nicht mehr zukunftsfähigen, weil nachhaltigen Lebensstils“, sagt Reinhard Noffke. Der Lohn der Anstrengung, hofft er, werde jeder vorschnellen Ablehnung die Berechtigung entziehen: die Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder.

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