Offener Brief zur nicht zu verfolgenden Sonnenfinsternis in Mönchengladbach

Karl Sasserath

An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Angela Merkel – Bundeskanzleramt – Willy-Brandt-Straße 1 10557 Berlin

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

wir wenden uns an Sie mit diesem Schreiben zum Thema „Sonnenfinsternis“. Hier in Mönchengladbach erwartete die Bevölkerung hoffnungsvoll die partielle Sonnenfinsternis (mit einer Bedeckung von rund 77 Prozent). Um 9.29 Uhr begann die Sonnenfinsternis mit einem prognostizierten Maximum der Finsternis um 10.37 Uhr. Spätestens um 11.48 Uhr sollte alles wieder vorbei sein – doch niemand hat hier vor Ort die Sonne überhaupt sehen können! Verehrte Frau Merkel, wir sind sehr empört darüber, dass Sie als Kanzlerin eines Landes mit über 82 Millionen Menschen samt der regierenden Großen Koalition nicht dafür Sorge trugen, dass die Bürgerinnen und Bürger hier die Sonnenfinsternis nicht verfolgen konnten. Das war alles andere als eine Sternstunde der Bundesregierung, finden wir.

 

Die Bevölkerung in großen Teilen NRWs, insbesondere die Kinder, bleibt deshalb tief verunsichert zurück. Viele fragen, ob die Sonnenfinsternis überhaupt stattgefunden habe. Fest steht: Sie, verehrte Frau Kanzlerin, und die von Ihnen geführte Bundesregierung haben die einmalige Chance verpasst, am Tag der Sonnenfinsternis die in großen Teilen geschlossene Wolkendecke über NRW aufzureißen und junge wie alte Menschen dieses seltenes Schau-spiel verfolgen zu lassen. Unabhängig davon, dass nun nichts zu sehen ist, hätten wir uns auch im Vorfeld der Sonnenfinsternis Maßnahmen der Bundesregierung gewünscht, die es ermöglicht hätte, jedes Kind mit einer Sonnenfinsternisbrille auszustatten. Wir finden, Sie haben hier eine große Chance verpasst, unsere Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern! Uns Eltern bleibt somit nur, unsere Kinder auf das Jahr 2039 zu vertrösten.

Offenbar ist der Umstand, dass die Sonne nicht über Mönchengladbach nicht, auch eine Folge Ihrer verfehlten Klima-Vorrangpolitik. Gerade gestern noch lagen die Feinstaubwerte NRW-weit über den zulässigen Werten - eine Folge der vielen industriellen Verbrennungsanlegen und des hohen Motorisierungsgrades im größten Bundesland.

Wir möchten Sie auch um die Beantwortung der Frage bitten, ob Sie ausschließen können, dass es sich bei den schlechten Sichtverhältnissen in NRW und insbesondere in Mönchen-gladbach, von denen die Sonnenfinsternis begleitet war, um ein politisch zu verantwortendes Erbe der FDP handeln könnte?

Es scheint, den Bürgerinnen und Bürgern bleibt nur die Möglichkeit, durch ein geändertes Wahlverhalten bessere politische Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Sonnenfinster-nisse auch in Mönchengladbach, NRW, Deutschland, Europa und der ganzen Welt besser zu verfolgen sind.

 

Mönchengladbach, 20. März 2015

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Karl Sasserath, Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach

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