Lkw in Umweltzonen: Wenig Kontrollen, viel Anwohnerärger

Karl Sasserath.

Auch Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen dürfen Straßen in Umweltzonen ohne Plakette nicht mehr befahren. Viele Lkw-Fahrer ignorieren das jedoch, weil sie darauf spekulieren, nicht von den Ordnungs¬hütern kontrolliert zu werden. Die Chancen sind gut: Die Polizei hat zur ordentlichen Kontrolle anscheinend keine ausreichenden Kapazitäten, das Ordnungsamt ist ohnehin nur für den ruhenden Verkehr zuständig. Den Ärger haben die Anwohner.

Mönchengladbach. Seit einem Jahr gibt es in Mönchengladbach eine Umweltzone. Die hat die Stadt dort eingerichtet, wo der motorisierte Straßenverkehr die Hauptursache für Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub- und Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ist. Das Ziel: Die Luftqualität im Stadtzentrum soll besser werden durch eine verminderte Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastung. Denn je geringer die Belastung, desto weniger Menschen erkranken an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Leiden.


Theoretisch dürfen auch Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen Straßen die Umweltzone schon seit dem 1. Januar 2013 nur noch mit Plakette passieren. In der Praxis sieht das anders aus: Viele Lkw-Fahrer fahren ohne Plakette durch. Oft absichtlich, weil die Fahrer spekulieren, nicht erwischt zu werden. Kontrollen finden  nach Wahrnehmung der Mönchengladbacher Grünen nicht in ausreichendem Maße statt. „Manche Lkw-Fahrer geben als Grund an, die Auszeichnung der Umweltzone an der Autobahnabfahrt sei unzureichend“, hat Karl Sasserath, Fraktionsvor¬sitzender der Mönchengladbacher Bündnisgrünen festgestellt. Die Hinweisschilder seien angeblich erst zu sehen, wenn man bereits auf der Autobahn¬abfahrt sei, sodass die Lkw unbeabsichtigt in die Umweltzone gerieten und daher dann gegen das Fahrverbot weiter¬führen. Für die Beschilderung der Autobahnabfahrten mit Hinweisen auf die Umweltzonen ist übrigens „Straßen NRW“ verantwortlich.


In den Bereichen der Aachener Straße zwischen A61 und Monschauer Straße sowie an der Friedrich-Ebert- und der Bismarckstraße herrscht darüber hinaus ein zusätzliches Lkw-Fahrverbot. „Da die Aachener Straße für von Süden kommende Lkw die offensichtlichste Verbindung zwischen der A61 und dem Gewerbegebiet Westend/Speick mit den dort beheimateten Unternehmen darstellt, gibt es entsprechend viele Lkw, die versuchen, von der Autobahn abzufahren und dann in die Umweltzone geraten“, sagt Sasserath. Der Grünen-Politiker beobachtet selbst oft genug auch im Bereich der Bismarckstraße durchfahrende Sattelschlepper mit internationalen Kfz-Kennzeichen. „Bei diesen Lkw kann es sich aber doch nicht immer nur um Lieferverkehr handeln, so viel Schwerindustrie haben wir im Stadtzentrum ja gar nicht“, meint der grüne Fraktionschef. Er fordert daher eine effektivere Kontrolle und pocht auf den berechtigten Schutz der Anwohner vor diesen Schwerverkehrsbelastungen.


Im vergangenen Sommer, so Sasserath weiter, hätte es noch geheißen, die Polizei wolle künftig verstärkt in den Umweltzonen kontrollieren. Vor allem die Lastwagen in den Bereichen Aachener Straße, Bismarckstraße und Friedrich-Ebert-Straße hätten die Ordnungshüter verstärkt überprüfen wollen. „Ich weiß nicht, ob es dazu in der erforderlichen Häufigkeit kommt“, sagt Sasserath. Seine Fraktion will das Problem jetzt in der nächsten Sitzung des Polizeibeirats erörtern.


Die Umwelt-Regeln werden in diesem Jahr übrigens noch weiter verschärft: Ab Juli tritt das Fahrverbot für Fahrzeuge mit gelber Plakette in Kraft. Dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette die Umweltzone weiter befahren.

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