Kohlekraftwerke: Dringend den Quecksilberausstoß reduzieren!

Dr. Gerd Brenner.

Mönchengladbach. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat vor kurzem ein Gutachten zu gesundheitsschädlichen Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken vorgelegt. Zur Situation in der Region erklärte Dr. Gerd Brenner, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat von Mönchengladbach:

„Wenn Quecksilber auch nur in kleinsten Mengen in den menschlichen Körper gelangt, kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen. Methylquecksilber führt bei Ungeborenen und Kleinkindern zu Schäden bei der Gehirnausbildung und mindert die Intelligenz. Bei Erwachsenen reichert sich Methylquecksilber ebenfalls im Gehirn an und führt zu Nervenschäden. Hinzu kommen nachgewiesenermaßen erbgutverändernde Wirkungen. Zudem besteht der Verdacht, dass Methylquecksilber krebserzeugend wirkt. Gerade in unserer Region ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Schädigungen kommt, leider deutlich erhöht.

Das ergibt sich aus einem neuen Gutachten, das die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor kurzem veröffentlicht hat und das auf Schadstoffregistermeldungen der EU beruht. Danach werden in Deutschland pro Jahr 10 Tonnen Quecksilber freigesetzt – ein sehr großer Anteil davon am Niederrhein. Zusammen mit Griechenland und Polen ist Deutschland zur Zeit der traurige Spitzenreiter der Quecksilberfreisetzung in Europa. Dabei stammen in Deutschland allein sieben Tonnen (70 %) der Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken. Und die Braunkohlekraftwerke im nahen Neurath und Niederaußem tragen bei Weitem am meisten zur Quecksilberbelastung Deutschlands bei. Die weiße Wolkensäule, die im Süden permanent am Himmel steht, ist also keineswegs so ungefährlich, wie sie aussieht.

Dabei müsste die besondere Gefährdung der Bevölkerung am Niederrhein gar nicht sein. In Neurath könnten 85% der Quecksilberemissionen herausgefiltert werden, in Niederaußem 83%. Die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung würden damit ganz deutlich herabgesetzt. Die Technik dafür steht auch längst zur Verfügung. RWE Power setzt sie allerdings nicht ein, weil damit der Strom auf Braunkohlebasis noch teurer würde und weil die Bundesregierung es versäumt hat, schärfere Grenzwerte gesetzlich vorzuschreiben.

Kohlekraftwerke dürfen in Deutschland viel mehr umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen ausstoßen als z.B. in den USA. Erst für 2019 ist in Deutschland eine moderate Grenzwertsenkung vorgesehen. Selbst dann wolle Deutschland im Vergleich mit den USA immer noch eine 2,5- bis 6,7-fach höhere Quecksilberemission erlauben, stellen die Gutachter fest.

Auf diesem Hintergrund fordert die Ratsfraktion der Grünen in Mönchengladbach RWE Power auf, in einen Dialog mit gesellschaftlichen Organisationen und Parteien einzutreten, um das Quecksilberproblem schnell anzugehen. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Abscheidungstechniken zu nutzen, um zügig zu einer Verringerung der Emissionen zu kommen.“

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